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Mettmann
Sommerkonzert mit Lesung beeindruckt 100 Gäste

Mettmann. Maria-Nenninghoven-Stiftung hatte zum benefizkonzert in die Kirche am Hügel eingeladen.

Als herausragend gelten die Konzerte der Maria-Nenninghoven-Stiftung. Obgleich die Erwartungen durch den vorauseilenden Ruf stets hoch gesteckt sind, überraschte die Kunstfertigkeit der Darbietenden die rund hundert Zuhörer in der Kirche Am Hügel beim Sommerkonzert erneut. Im Mittelpunkt dieses Erstaunens stand Violinist Sebastian Gäßlein. Mitgebracht hatte er zwei Sonaten, die zusammengenommen ein volles Bild seines unglaublichen Könnens zeigten. Erstgebotene stammt von Mozart und ist im Köchel unter der Nummer 454 verzeichnet. Am Flügel, der noch so neu klingt als könnte der Spieler seinen Handabdruck im Lack hinterlassen, duettierte mit dem Sternengeiger in beeindruckender technischer Sicherheit dessen Frau Ran Gäßlein, die von Hause aus eigentlich Oboistin ist. Als musische Kleinfamilie harmonisierten die Beiden strahlend zu dem Musikstück, welches ohnehin als in Ton gesetztes Bekenntnis des Zusammenwirkens erklingt. Vom Galaktischen auf die Erde zurück brachte sodann Pfarrer Karl Schilling die Hörerschaft mit drei anekdötchenhaften Erzählungen aus der Feder Hanns Dieter Hüschs. Kommerz, Küche und Kostümierung kritisch kommentierend, überzeugte Schilling mit verhuschter Komik in gelungener Rezitation und gar Imitation des niederrheinischen Originals.

Zum zweiten Teil wurde Sebastian Gäßleins Saitenspiel von Visenso Julius Pratama Husin am Flügel begleitet. Dessen Spiel zeichnet sich durch eine Kombination ernsthafter Präzession mit einfühlender Extempore aus. Die dargebrachte Sonate in Es-Dur von Richard Strass gleicht einem Schaulaufen durch alle denkbaren Virtuositätstechniken.

Vermisst wurde die Konzertpianistin Sara Koch, der die Metzkausener Musikfreunde beste Genesungswünsche nach Düsseldorf senden.

(lard)
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