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Mettmann
Wachsendes Denkmal wächst weiter

Mettmann: Wachsendes Denkmal wächst weiter
Freuen sich über den neuen Erinnering (vorne v.l.): Sponsor Jörg Iseke, Prof. Dr. Bernd Günter, Bürgermeister Thomas Dinkelmann und Künstlerin Elke Tenderich-Veit. FOTO: Dietrich Janicki
Mettmann. Gestern wurde der neue Erinnering auf dem Metallsockel offiziell übergeben. Sponsor ist die Familie Iseke. Von Christoph Zacharias

Der neue "Erinnering" des wachsenden Denkmals liegt auf dem Metallsockel am Lavalplatz. Den Ring für das Jahr 2014 haben die Kalkwerke Oetelshofen gespendet. Geschäftsführer Jörg Iseke nahm gestern an der Übergabe teil.

Auf dem aktuellen Erinnering stehen fünf Ereignisse des Jahres 2014, die für Mettmann (und darüber hinaus) eine besondere Bedeutung hatten: 50 Jahre St. Thomas Morus Kirche, Neugestaltung Straße Am Königshof, Eröffnung Osttangente, Orkan Ela und Eröffnung Sportzentrum Auf dem Pfennig.

Der Arbeitskreis "Neanderthal-Stadt" mit Prof. Bernd Günter hatte eine Vorentscheidung getroffen, welche wichtigen Ereignisse des Jahres 2014 zur Wahl für den Erinnering standen. Bürger haben letztendlich fünf Themen gewählt, die ihrer Meinung nach die Diskussion im vergangenen Jahr geprägt haben. Die Firma Kayser in Düsseldorf hat den Erinnering gegossen, die Lehrwerkstatt von Georg Fischer die Buchstaben montiert und Mitarbeiter der Stadtverwaltung ihn an Ort und Stelle gebracht.

Prof. Bernd Günter hatte im Jahr 2004 zusammen mit der Künstlerin Elke Tenderich-Veit die Idee für das wachsende "Denk-Mal". "Es ist einzigartig in der Welt und es ist identitätsstiftend. Dort, wo normalerweise die Jahresringe zu erkennen sind, befinden sich Linien - Baumringen ähnlich - die beschriftet sind. Mettmanns Erinneringe sollen einen wachsenden Gedächtnisbaum darstellen", sagt Günter. Das wachsende Denkmal besteht aus einem Metallsockel, auf dem der aktuelle Erinnering liegt und ein paar Meter entfernt ein Stapel mit den aufeinander gestapelten alten Erinneringen. Im Zuge der Umgestaltungsarbeiten in der Innenstadt musste das wachsende Denkmal ein paar Meter "umziehen". Jetzt befindet es sich auf der "Leitspur", die vom Königshofplatz über die Treppe weiter zum Lavalplatz und dann zur Freiheitstraße führt. "Der neue Standort ist optimal. Das wachsende Denkmal wird nun auf dem Weg in die Stadt besser wahrgenommen", sagte Bürgermeister Thomas Dinkelmann. Allerdings muss über einen Platz für die weiteren Erinneringe nachgedacht werden. Denn: Es liegen bereits (seit 2004) elf Metallscheiben übereinander. "Im nächsten oder übernächsten Jahr müssen wir einen zusätzlichen Platz für die Erinneringe suchen, da das Denkmal ansonsten zu hoch wird und die Schrift des obersten Ringes nicht mehr zu lesen ist", sagte Günter. Der neue Standort scheint bereits gefunden: Am Fuße des Lavalplatzes sollte eigentlich ein Baum gepflanzt werden. Doch das funktioniert nicht, denn im Erdreich befinden sich wichtige Versorgungsleitungen. Die neuen Erinneringe könnte dort einen weiteren Standort finden.

Quelle: RP
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