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Neukirchen-Vluyn
Bürgerstiftung plant Unternehmertag

Neukirchen-Vluyn: Bürgerstiftung plant Unternehmertag
Andreas Maurer, Chef des Hotels "Dampfmühle", und Joachim Bürger präsentieren das Plakat zum ersten Unternehmer-Meeting. FOTO: kdi
Neukirchen-Vluyn. Für das erste Treffen der Neukirchen-Vluyner Firmenchefs im Hotel Dampfmühle liegen bereits zahlreiche Anmeldungen vor. Marketing-Experte Joachim Bürger spricht zum Thema: "Leitwölfe - was macht Führung aus?" Von Jürgen Stock

Zum Pressetermin erscheint Andreas Maurer, Chef des Hotels "Dampfmühle" in dunklem Anzug und Krawatte. In diesem Aufzug hätte er am 17. März möglicherweise Probleme in den Tagungssaal seines eigenen Hotels eingelassen zu werden. Dort herrscht nämlich zum "1. Neukirchen-Vluyner Unternehmens-Meeting" laut Punkt 1 der Tagesordnung Krawattenverbot. Aber es ist anzunehmen, dass Maurer diese leichte Dresscode-Hürde gerne überwindet, wird an diesem Tag doch ein Wunsch in Erfüllung gehen, den der Hoteldirektor seit seiner Ankunft vor viereinhalb Jahren hegt.

"Schon bei meinem ersten Gespräch mit Bürgermeister Lenßen habe ich mit ihm darüber gesprochen, dass ich gerne einen Tag für Neukirchen-Vluyner Unternehmer in unserem Hotel ausrichten würde", sagt Maurer. Leider sei die Anregung auch in den Jahren danach nicht auf fruchtbaren Boden gefallen. Zwar habe es in dieser Zeit, so Maurer, ein Unternehmerfrühstück in der Kulturhalle gegeben, doch sei diese Veranstaltung nicht so gewesen, wie er sie sich vorgestellt habe: "Fast die Hälfte der Teilnehmer waren aus Politik und Verwaltung."

Doch als Hotelier habe er schlecht selbst initiativ werden können. So blieb die Idee eine Idee, bis Maurer das Thema vor kurzem bei einem Treffen mit dem Herrn der Dong-Mühle Joachim Bürger ansprach. Der PR-und Marketingexperte fand ebenfalls, dass die 450 Unternehmen am Ort, darunter immerhin Größen wie Trox, Paradies-Betten oder Kerrygold, zu wenig voneinander wissen. Zudem ist Bürger gemeinsam mit seinem Partner Ralf Lingrün in der Bürgerstiftung aktiv. Deren Motto lautet: "Gutes tun in unserer Stadt".

Bislang ging es bei der Stiftung vorwiegend darum, soziale oder kulturelle Zwecke zu fördern. "Aber was könnte besser für eine Stadt sein als Prosperität zu fördern und Arbeitsplätze zu schaffen", fragt Bürger. Deshalb hat die Stiftung die ideelle Trägerschaft des Projekts gewonnen, während die "Dampfmühle" fürs Materielle zuständig ist.

Für die Teilnehmer hat das anden angenehmen Effekt, dass sie gratis an einer hochkarätigen Veranstaltung teilnehmen können, dort auf Kosten des Hauses bewirtet werden, während die Stiftung für ein entsprechendes Programm sorgt.

Bürger selbst wird den Einführungsvortrag halten: "Leitwölfe - was macht Führung aus?" Anschließend bekommt jeder Unternehmer die Chance, seine Firma zu präsentieren. Die Zeitvorgaben sind sportlich kurz: Fünf Minuten pro Vortrag. An diesem "B2B-Info-Forum" können allerdings maximal zwölf Personen nach Voranmeldung teilnehmen. Auch für Firmen-Chefs, die einen Nachfolger suchen, soll es eine eigene Lounge geben.

Alle 60 Teilnehmer der Tagung können ihre Visitenkarte an einer nach Branchen geordneten Pinwand hinterlassen. Entscheidend sind bei solchen Treffen allerdings immer die Gespräche untereinander. Für die entsprechende Bar-Atmosphäre sorgt die Duisburger Pianistin Anke Johannsen. Zum Schluss gibt es auch noch etwas zum Lachen, wenn Thomas Holtbernd von der Akademie für Heiterkeit vorträgt. Das Interesse, so Bürger sei riesengroß. Schon einen Tag nach dem Verschicken der Einladungen seien rund die Hälfte der Plätze ausgebucht gewesen.

Quelle: RP
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