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Neukirchen-Vluyn
Erziehungsverein baut für insgesamt 1,7 Millionen Euro

Neukirchen-Vluyn: Erziehungsverein baut für insgesamt 1,7 Millionen Euro
Beim symbolischen ersten Sparenstich: Hans-Wilhelm Fricke-Hein (rechts) mit Bürgermeister Harald Lenßen (Mitte) und weiteren Gästen. FOTO: Koopmann
Neukirchen-Vluyn. Mit einer kleinen Feier ist das Startsignal für zwei große Bauprojekte des Neukirchener Erziehungsvereins am Herkweg 30 gegeben worden: Das Mutter-Kind-Haus wird grundlegend renoviert und erweitert. Dahinter entsteht ein neues Gebäude für die benachbarte Wohngruppe der Behindertenhilfe. Von Ulrike Rauhut

Direktor Hans-Wilhelm Fricke-Hein betonte in seiner Ansprache, dass es zum Auftrag des Erziehungsvereins gehöre, den stetig steigenden Qualitätsansprüchen auch durch die Infrastruktur Rechnung zu tragen und die Lebens- und Wohnsituation der zu Betreuenden weiter zu verbessern.

Im Mutter-Kind-Haus leben junge, alleinerziehende Frauen mit ihren Kindern. Sie werden dabei unterstützt, sich in ihre Mutterrolle einzufinden und gleichzeitig eine Schul- und Berufsausbildung zu absolvieren. "Die bisherigen 18 Plätze für Mütter und Kinder reichen schon länger nicht mehr aus", erklärte Dagmar Friehl, die Geschäftsbereichsleiterin der Jugendhilfe. "Es gibt immer mehr Anfragen von Jugendämtern und eine lange Warteliste." Deshalb sei die Erweiterung notwendig geworden, durch die zukünftig weitere vier Mütter mit ihren Kindern betreut werden können. Außerdem werde nun die Möglichkeit geschaffen, auch die jungen Väter mit aufzunehmen.

Einen barrierefreien Neubau bekommt die Wohngruppe der Behindertenhilfe für acht Kinder und Jugendliche ab sechs Jahren mit geistigen, körperlichen und schwerstmehrfachen Behinderungen sowie autistischen Fixierungen. Siegfried Bouws, Geschäftsbereichsleiter der Behindertenhilfe: "Die Bewegungsflächen für Kinder im Rollstuhl waren hier schon lange viel zu klein. Der Neubau dieses Gebäudeteils ist nun die langersehnte Lösung." Im Dachgeschoss entstehen zudem Appartements für Menschen mit Behinderung, die dort im Zuge einer Verselbstständigung ambulant versorgt werden können.

Die Baukosten für beide Einrichtungen belaufen sich auf insgesamt rund 1,7 Millionen Euro. Mit der Fertigstellung der Projekte wird Ende 2016 gerechnet. Für die Zeit der Bauarbeiten sind die Kita "Spatzennest" des Mutter-Kind-Hauses sowie einige Bewohnerinnen bereits in das Andreas-Bräm-Haus umgezogen. Die Wohngruppe der Behindertenhilfe wir eine vorübergehende Bleibe im Gebäude des Erziehungsvereins an der Bruchstraße 15 finden.

Quelle: RP
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