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Neukirchen-Vluyn
Politik berät über zentrale Sportanlage

Neukirchen-Vluyn: Politik berät über zentrale Sportanlage
Bürgermeister Harald Lenßen probierte bei der Einweihung des Kleinspielfeldes im Jahr 2013 mit Hannelore Schulte (SPD) im Fußball-Tor das Rasenspielfeld aus und landete einen Treffer. FOTO: Klaus Dieker
Neukirchen-Vluyn. Auf Anregung der SPD-Fraktion beschäftigt sich der Fachausschuss kommende Woche mit einer möglichen neuen Sportstätte an der Tersteegenstraße inklusive einer Zweifachturnhalle. Zuvor will die Stadt den Bedarf der Vereine klären. Von Stefan Gilsbach

Der Gedanke einer zentralen Sportanlage für Neukirchen-Vluyn ist nicht neu, doch am kommenden Mittwoch wird sich die Politik konkret mit der Umsetzung beschäftigen. Die SPD-Fraktion hatte bereits im Frühjahr einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die Zeit für eine solche Anlage scheint tatsächlich ausgesprochen günstig zu sein, denn die beiden Vereine TuS Preußen Vluyn und der SV Neukirchen kooperieren immer mehr und haben sich darauf verständigt, eine Fusion anzustreben. Ein gemeinsamer Spielbetrieb im Fußball ist naheliegend, als möglicher Termin wurde in einer Absichtserklärung vom Juni Ende 2020 genannt. Erster Schritt war nun die Zusammenlegung der beiden Jugendabteilungen.

Auch ein geeignetes Gelände stünde bereit, es liegt nahe des Schulzentrums an der Tersteegenstraße und gehört bereits der Stadt. In diesem Zusammenhang, so hat das Rechnungsprüfungsamt vorgeschlagen, solle die Verwaltung erwägen, auch eine Zweifachturnhalle zu planen, das könne zu Einspareffekten führen. Auch über dieses Projekt wird seit längerem geredet.

Die Beschlussvorlage für den kommenden Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport sieht vor, dass zunächst "der aktuelle Bedarf der Schulen und Sportvereine" ermittelt werden solle. Zu reden sei auch über eine finanzielle Beteiligung der Vereine an dem Projekt und darüber, was aus den jetzigen Sportstätten von TuS Preußen Vluyn und SV Neukirchen werden könnte. Sie befinden sich am Klingerhuf und der Sittermannstraße. Der Verkauf von Grundstücken könnte eventuell zur Gegenfinanzierung der neuen Anlagen dienen - auch dieser Gedanke machte schon die Runde.

Barbara Simon, Vorstandsmitglied der SPD-Fraktion, erläutert: "Wir hatten mit den Schulsportanlagen begonnen." Der erste Teil war die Wettkampfbahn, der zweite war das Kleinspielfeld. Der geplante dritte Abschnitt - ein Rasenspielfeld an der Städtischen Realschule - werde durch die Arbeiten am neuen naturwissenschaftlichen Trakt des Schulzentrums an der Tersteegenstraße behindert.

Die beiden Sportvereine haben in ihrer Absichtserklärung vom Juni mitgeteilt, dass sie den Betrieb folgender Anlagen ins Auge fassen: das bereits bestehende Kleinspielfeld, der noch geplante Rasenplatz mit Sozialräumen sowie zwei weitere Großspielfelder mit den Maßen 100 mal 60 Meter, mit Flutlichtanlage, Funktionsgebäude mit Versammlungsraum, Geräteräumen, Sanitäranlagen und so fort. "Wir hoffen, dass in der kommenden Woche ein Beschluss gefasst wird, der hilft, die weitere Entwicklung in die Wege zu leiten", resümiert Barbara Simon für ihre Fraktion.

Neukirchen-Vluyns Bürgermeister Harald Lenßen (CDU) hat sich bereits für die Idee einer zentralen Sportanlage ausgesprochen, allerdings darauf hingewiesen, dass die Planung angepasst werden müsse. Wegen des neuen naturwissenschaftlichen Traktes am Schulzentrum sei ein Kunstrasenplatz an der ursprünglich vorgesehenen Stelle wahrscheinlich nicht möglich.

Quelle: RP
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