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Neukirchen-Vluyn
Spielplatz bleibt nicht "mickrig"

Neukirchen-Vluyn. Die neue Spielfläche am Vluyner Platz wird noch weitere Geräte bekommen.

Mit der Sanierung des Vluyner Platzes ist auch eine neue Spielfläche entstanden. Deren Möglichkeiten werden von vielen Bürgern in den sozialen Netzwerken allerdings als "mickrig" kritisiert: Die Zahl der Spielgeräte sei allzu überschaubar. "Meine Tochter hatte dort nur zehn Minuten Spaß, und anschließend fragte sie mich, ob wir nicht zum Spielplatz gehen könnten. ,Zielgruppe erreicht" würde ich jetzt nicht unbedingt sagen", postet eine Mutter. Andere höhnen: "Da hat sich die Stadt ja mal wieder richtig was einfallen lassen bzw. kosten lassen!".

Allerdings ist dieses negative Urteil über die Spielfläche voreilig, wie die Stadtverwaltung erklärt. Denn noch sei die Ausstattung des Platzes gar nicht komplett, versichert Stadtsprecherin Sabine Wintjes. "Es kommen noch acht sogenannte Sitzkugeln hinzu", erklärt sie. Deshalb stünden neben der Fläche auch noch immer die Baustellenschilder und -baken.

Andere Kommentatoren bemängeln weniger die Ausstattung als den Standort des neuen Spielplatzes. "Ich persönlich halte nichts davon, dass man die Fläche direkt vor einer Spielhalle platziert hat", sagt Jochen Lobnig, Ratsmitglied der Fraktion FDP/Piraten. "Das hätte man anders regeln können". Sorgen macht sich Lobnig wegen der Klientel, die solche Hallen besucht. Das fange schon damit an, dass draußen vor dem Eingang viel geraucht werde.

Andererseits, räumt Lobnig ein, mache man sich vielleicht allzu viele Gedanken. Er bezieht sich dabei auf den Post einer Mutter, die berichtet, ihre Kinder hätten sich auf der neuen Spielfläche "30 Minuten prächtig amüsiert". Zudem sei die Gestaltung des Untergrunds vorbildlich. "Das ist ein schöner softer Belag, der ideal zur Unfallverhütung ist", meint der Piraten-Politiker.

Die Neugestaltung des Vluyner Platzes hat in den vergangenen Monaten immer wieder Kritik auf sich gezogen. So wurde beispielsweise eine Rinne moniert, die ein Hindernis für Kinderwagen oder Rollatoren darstelle. Außerdem war es in der jüngsten Ratssitzung zu einer Debatte über die Kosten gekommen. Der Verwaltung wurde eine "Kostenexplosion" vorgeworfen. Bürgermeister Harald Lenßen hat diesen Vorwurf zurückgewiesen (die RP berichtete).

(s-g)
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