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Neukirchen-Vluyn
"Superlogion": Franjo Terhart stellt sein neues Buch vor

Neukirchen-Vluyn. Der Autor aus Neukirchen-Vluyn hat gemeinsam mit dem Künstler Heinrich Maas ein Kunst-Literaturprojekt verwirklicht.

Das Projektzimmer im Dorf Neukirchen gilt als bewährter Ort für Kunst und Literatur. Der Schriftsteller Franjo Terhart und der Künstler Heinrich Maas aus Recklinghausen luden zum Doppelschlag ein. "Superlogion", so der Name des Kunst-Literaturprojektes, gestaltete sich zur Lesung mit Bildern und wiederum zur Ausstellung mit begleitenden Texten.

Franjo Terhart lud als Autor verschiedener lyrischer Werke in ganz persönliche Welten ein, als er seinem Publikum kleine kurze Zeilen aus verschiedenen Bänden vortrug. Gedanken und Themen, die er vor gut 30 Jahren auf das Papier bannte. Dabei gelang es im Vorfeld, auf den Gedicht-Prosa-Band aufmerksam zu machen.

"Superlogion" heißt das neue Werk von Terhart. Ein Kunstwort, das es so gar nicht gibt, wie Terhart verriet. Angelehnt an den Begriff 'logion', ein gängiger theologischer Begriff aus der neutestamentlichen Wissenschaft, kreierte er das Wort "Superlogion".

Das Ganze bekommt eine spirituelle Note, machte das Publikum neugierig, in welche Richtung es gehen könnte. "Ich habe bewusst einen bedeutungsfreien Begriff gewählt, um dem Leser seine Unvoreingenommenheit zu lassen", sagt Terhart. Er entführte in die Welt der Spiritualität, der Religion und der Philosophie. Sich auf den Text einlassen und ihn selber Zeile für Zeile durchdenken, ist seine Empfehlung an sein Publikum.

Heinrich Maas sorgte mit seinen Farbradierungen für das Pendant zu den Texten. Beide Kunstschaffende kennen sich seit Jahren. Eine Art Seelenverwandtschaft, die beide verbindet. Terhart: "Bild und Text gehören wie Geschwister zusammen."

Aus seinem reichen Fundus an Lyrik und Prosa las er dann weiter vor. Im Gepäck hat er auch die kleinen Geschichten, in der Menschen die Liebe ihres Lebens suchen und sie nach einer Reise zuhause direkt vor der Tür finden. Manche Geschichte endete wundersam glücklich und "orientiert sich an wahren Begebenheiten", sagt Terhart. Oder er lud in neue Geschmackswelten ein, etwa zur geräucherten Schneeflockensuppe mit Zutaten wie Heu, Holz, Stein und Gold.

Koch Stefan Wiesner kreiert in seiner avantgardistischen und archaischen Naturküche solche Geschmackserlebnisse, komponiert Bewusstsein mit philosophischem Gedankengut. "Überirdisch und ohne Worte. Groß und noch nie dagewesen", so der Kommentar von Terhart über einen Genuss, der aus der Rubrik "ein Mal im Leben" stammt.

(sabi)
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