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Neukirchen-Vluyn
Wohnhäuser auch auf Niederberg-Süd?

Neukirchen-Vluyn: Wohnhäuser auch auf Niederberg-Süd?
Blick über die Fördertürme und den "Backsteindreiklang" auf die südöstliche Fläche von Niederberg. Deren Entwicklung wird derzeit debattiert. FOTO: Reichwein
Neukirchen-Vluyn. Auf der südöstlichen Fläche des ehemaligen Zechengeländes könnten weitere Wohnhäuser entstehen. Die RAG zeigt sich interessiert, aus der Politik kommen ermutigende Stimmen. Noch sind die Pläne allerdings nicht konkret. Von Stefan Gilsbach

Mit großem Erfolg hat die RAG Montan Immobilien vier Wohnquartiere auf dem ehemaligen Zechengelände Niederberg vermarktet. Diese Quartiere befinden sich auf jenem Teil der Fläche, der nördlich der Niederrheinallee liegt. Südlich davon, so der ursprüngliche Plan, sollte Gewerbe angesiedelt werden.

Inzwischen wird jedoch über die Möglichkeit gesprochen, auch auf dem südöstlichen Teil von Niederberg Wohnen anzubieten, zumindest auf einem Teil dieses Areals. Vertreter der SPD-Fraktion haben nun darauf hingewiesen. "Wir haben signalisiert, dass wir dies für möglich halten", erklärt Günter Zeller, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Denn ein Teil der Fläche, um die es geht, ist als Mischgebiet ausgewiesen, das heißt, Gewerbe und Wohnen wären möglich. Und Interessenten für neue Wohngrundstücke gebe es mit Sicherheit genug.

Die RAG Montan Immobilien steht dem Vorstoß, weiterhin Wohnbebauung zu entwickeln, positiv gegenüber, erklärte gestern deren Sprecher Frank Schwarz. "Wir begrüßen die Aussage der SPD", sagte er. Allerdings sei bislang nichts von diesen Plänen spruchreif. "Wir sind im Moment dabei, Planungsperspektiven mit der Stadt zu besprechen", fasst Schwarz die Lage zusammen.

Günter Zeller sieht bereits weitere Chancen bei der Erschließung der südöstlichen Fläche: "Wenn man eine Verbindung zum Hindenburgplatz schaffen würde, dann könnte man dadurch auch die Ernst-Moritz-Arndt-Straße beleben", meint der SPD-Fraktionsvize. Zur Erinnerung: Der Einzelhandel im Bereiche Ernst-Moritz-Arndt-Straße hat nach der Schließung des dortigen Edeka-Marktes gelitten. Durch eine Verbindung könnten sowohl der Standort Niederberg als auch der Süden von Neukirchen profitieren, meint der Sozialdemokrat. Von der Niederrheinallee könnte der Verkehr dann über die Einfahrt an den ehemaligen Torhäusern erfolgen, wo sich inzwischen auch eine neue Skate-Anlage befindet.

Über die weitere Entwicklung von Niederberg war Ende August in einem Workshop beraten worden, an dem vor allem Vertreter der RAG Montan Immobilien, der Stadt, der Politik und der Planungsbüros teilnahmen. Offen ist weiterhin, was aus den historischen Zechenbauten, also den Fördertürmen und den drei Hallen - oft als "Backsteindreiklang" bezeichnet - werden soll. Zeller könnte sich vorstellen, dass eine der Hallen in eine Markthalle verwandelt werden könnte. Im Bereich zwischen den beiden Türmen und dem "Backsteindreiklang" könnte dann ein Forum entstehen, ein Treffpunkt für die Bürger.

Auch Frank Grusen, der Sprecher der Stadt, erklärt, dass die Entwicklung von Niederberg-Süd maßgeblich davon abhängen wird, wie künftig die alten Gebäude genutzt werden. "Die alte Rahmenplanung ist aber noch gültig", betont er.

Was die Erschließung der Südostfläche betrifft, so sei weiterhin eine Erschließung durch einen zweiten Durchstich von der Niederrheinallee denkbar, die östlich von der Zufahrt an der Dick'schen Heide liegen würde. "Derzeit wird untersucht, wie die Belastung durch den dortigen Verkehr aussehen könnte."

Quelle: RP
 
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