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Wassenberg
Großer Auftritt im Zirkuszelt

Wassenberg: Großer Auftritt im Zirkuszelt
Die Profis vom Circus Soluna führen in die Welt der Artistik ein. Sie zeigten am Mittwoch eine Varieté-Show. Freitag war Schwarzlicht-Disco. FOTO: UWE HELDENS
Wassenberg. Jugendämter veranstalten in Kooperation mit vier Jugendzentren in Wassenberg ein Camp der Nachwuchs-Artisten. Von Anke Backhaus

Da ist viel Mut gefragt: Ein Junge jongliert gekonnt mit einer brennenden Fackel. Nicht nur die ohnehin schon hochsommerliche Temperaturen machen die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes heiß, mehr noch: Irgendwie behält der junge Mann locker den Überblick und einen kühlen Kopf. Die Szenen spielen sich an der Begegnungsstätte am Pontorsonplatz ab, dort steht ein Zirkuszelt. Im Rahmen des landesweiten Förderprogramms Kulturrucksack NRW veranstalten die Jugendämter des Kreises Heinsberg sowie der Städte Erkelenz und Hückelhoven in Kooperation mit vier Jugendzentren aus Wassenberg, Erkelenz und Hückelhoven in diesen Tagen ein Zirkuscamp. Das Projekt lief über drei Jahre - die ersten beiden Zirkuscamps fanden in Ratheim und Erkelenz statt, den Abschluss gibt es nun in Wassenberg.

Überall sind Wasserflaschen zu sehen. "Bei dieser Hitze sind die auch besonders wichtig", sagt Melanie Palm. Sie leitet das evangelische Jugendzentrum Campanushaus in Wassenberg. Mehr als 100 Kinder im Alter zwischen zehn und 14 Jahren haben sie und die weiteren Betreuer am Pontorsonplatz versammelt. Hier steht das Zelt vom Zirkus Soluna aus Köln. Der Zirkus ist spezialisiert auf erlebnispädagogische Projekte. Melanie Palm: "Die Zirkusleute haben die Teamer im Vorfeld der Projektwoche geschult. So ist es möglich, dass die Kinder während der Woche das lernen, was sie bei den abschließenden Vorstellungen vor großem Publikum zeigen werden." Und das ist eine Menge: Die bereits erwähnten brennenden Fackeln, Jonglage, Zauberei, viel Artistik mit dem Trapez oder am Vertikalseil - die Woche steckt voller spannender Eindrücke für die Kinder. Und dann sind da noch die Glasscherben: Melanie Palm hat mutig ausprobiert, wie ein Fakir über eben diese Scherben zu laufen. "Das war schon ein Abenteuer", sagt sie schmunzelnd.

Auch Markus Wilmer, der Erkelenzer Stadtjugendpfleger, ist bei der Projektwoche dabei. Er besucht gerade die verschiedenen Gruppen. "Ich muss schon sagen, dass ich sehr beeindruckt von dem bin, was die Kinder in so kurzer Zeit leisten", sagt er. Darum ist er auch schon sehr gespannt, was die Kinder in den Vorstellungen am morgigen Sonntag (11 und 14 Uhr im Zirkuszelt am Pontorsonplatz) zeigen werden. Die Vorstellungen sind offen für alle. Schon heute um 11 Uhr findet die Generalprobe statt, die ebenfalls offen ist.

Nele-Marie (elf Jahre) schafft den Balance-Akt auf dem Stamm. FOTO: JÜRGEN LAASER

Übrigens: Auch Kinder mit Behinderungen werden mit einbezogen. Ohne Berührungsängste gehen die Kinder miteinander um - so soll und so muss es schließlich auch sein. Alle suchen gleichermaßen gern die Planschbecken auf, die für Abkühlung sorgen. Aber auch die Schattenplätze im angrenzenden Wald bieten Erholungspausen. So ist nicht nur Melanie Palm rundum zufrieden: "Das große Team stammt ja aus verschiedenen Einrichtungen. Das klappt super", findet sie. Rund 30 Teamer kümmern sich um die große Kinderschar.

Quelle: RP
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