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Wassenberg/Roerdalen
Wandern zu Roerdalener Glücksorten

Wassenberg/Roerdalen: Wandern zu Roerdalener Glücksorten
Mit den Bürgermeistern geht es am Sonntag auch zum "Glücksrad" der Gitstapper Mühle, die ihre Ursprünge im 14. Jahrhundert hat. Sie gehört zu den 25 "Glücksorten" in der Gemeinde Roerdalen. Die Wassermühle liegt am Rothenbach (Rode Beek), der die deutsch-niederländische Grenze markiert. FOTO: Jürgen Laaser
Wassenberg/Roerdalen. Am Sonntag wollen die Bürgermeister von Wassenberg und Roerdalen Menschen anregen, Glückssucher zu werden. Bei der Bürgerwanderung geht es auf einer zwölf Kilometer langen Tour zu einigen der neuen "Glücksorte in Roerdalen". Von Angelika Hahn

"Einfach wanderbar" heißt das Motto wieder am kommenden Sonntag, wenn die Bürgermeister Wassenbergs und Roerdalens, Manfred Winkens und Monique de Boer-Beerta, aktive Bürger zur gemeinsamen Wanderung im Grenzland einladen. Waren es in den vergangenen Jahren etwa die Premium-Wanderwege, für die damit geworben wurde, gibt es in diesem Jahr einen neuen, besonderen Anlass. Wassenberg niederländische Nachbarkommune macht auf ihre "Glücksorte" aufmerksam, die sich zu erwandern und erradeln lohnen.

Was damit gemeint ist, braucht man den Einwohnern von Roerdaelen nicht mehr zu erklären. Denn sie wurden - passend zum Tourismus-Signet "Klein Geluk uit Roerdalen" - in den vergangenen Monaten in einer großen Kampagne dazu aufgerufen, ihre ganz persönlichen Glücksorte in ihrer Gemeinde zu benennen. Auch Kinder wurden eingebunden. Sage und schreibe 200 Einsendungen flatterten im Rathaus von Sint Odilienberg ein.

25 Glücksorte hat die Stadt dann ausgesucht, entsprechend beschildert, auf einer Karte und in einer Broschüre (auch in Deutsch) zusammengefasst, die jetzt an den wichtigen Anlaufstellen des Fremdenverkehrs zu bekommen ist. Den entsprechenden Interntauftritt gibt es auch, und GPS-Koordinaten führen Handynutzer zu den mal zentralen, mal eher abgelegenen Stellen - an denen Natur oder besondere Bauten dazu einladen, Landschaft und (Bau-)Denkmale mit anderen Augen wahrzunehmen, besonderen Sinneseindrücken nachzuspüren oder schlicht die Seele baumeln zu lassen.

Mentor der Aktion war der in den Niederlanden sehr populäre Belgier Leo Bormans, Autor des international vermarkteten Buches "The World Book of Happiness", der als selbst ernannter "Glücksbotschafter" sogar schon etlichen Regierungschefs seine Glücksbotschaften in die Hand gedrückt hat - mit wissenschaftlicher Rückendeckung der Universität Leuven. Seine Idee, mit Glücksorten auch kommunal Tourismuswerbung zu machen, griff Roerdalen auf.

Was sind nun solche Orte, die in Roerdalen glücklich machen sollen? Beginnen wir grenznah am "Glücksrad" der Gitstapper Mühle - wo auch die Bürgermeisterwanderung vorbeiführt. "Glückstipps" laden zum Innehalten ein: "Schließen Sie die Augen. Hören Sie ein paar Minuten auf die Kraft des Wassers."

Weitere Beispiele gefällig? Nahe dem ehemaligen Kloster St. Ludwig kann im Bospark oder bei einer Wanderung auf dem Bolensteg am Rothenbach Glück erfahren werden. Weitere Anregungen gibt es an Kasteel Dalenbroeck oder im Angesicht der Türme der Kathedrale von St. Odilienberg, natürlich auch im Meinweg, etwa im Rolvennen oder auf dem Aussichtsturm unweit vom Venhof, aber auch entlang der Rur im Verlauf der Wanderroute "Rode Beek". Auch abseitige Orte gilt es zu entdecken, wie die Wanderdünen von Rozendaal hinter Montfort.

Hier wie auch an fünf weiteren Glücksorten gibt es spezielle Tipps für Kinder zum Aktivwerden, etwa im Angesicht der "seiltanzenden Eichhörnchen" auf dem schön gelegenen Spielplatz in Melick. www.ontdekroerdalen.nl

Quelle: RP
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