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Wegberg
Golf als Sport- und Naturerlebnis

Wegberg: Golf als Sport- und Naturerlebnis
Vor allem die Grundtechniken wollen gelernt sein: Golflehrer Stefan Vasovic (von links) trainiert mit RP-Mitarbeiterin Nicole Peters, Susanne Weis und Gaby Gülden den Abschlag. FOTO: Jörg Knappe
Wegberg. Einen guten Eindruck davon, was den Sport an der frischen Luft ausmacht, bekommen Interessierte bei der Schnupperstunde im Golfen. Von Nicole Peters

Golflehrer Stefan Vasovic fasst die wichtigsten Voraussetzungen für den Golfsport zu Beginn der zweistündigen Kennenlerneinheit "Play Golf have fun" auf dem Platz des Golf- und Landclubs Schmitzhof für die Teilnehmerinnen zusammen: "Aus den Grundtechniken leitet sich der ganze Golfsport ab." Sich richtig zum Ball zu stellen, korrekte Schlägerhaltung und genaues Zielen gehören dazu.

Um selber nachvollziehen zu können, welche Anforderungen damit verbunden sind, probiere ich es gleich einmal selber aus. In der Golftasche befinden sich unterschiedliche Schläger, und an der Bahn liegt eine ganze Anzahl an Bällen bereit. Für die kleine Gruppe heißt es nun, jeweils den Abschlag auf einer Übungsmatte zu trainieren. Entsprechend der jeweiligen Spielerfahrung gibt der Profi Tipps, verbessert die Haltung und korrigiert die Ausführung des Schlages. Als Anfängerin erhalte ich eine ausführliche Einweisung. "Füße parallel aufstellen, linke Hand sicher oben am Griff auflegen, und die rechte Hand fasst darunter" gehören ebenso dazu wie die passende Haltung.

Leicht nach vorne beugen, in die Knie gehen und beim Ausholen mit dem Schläger den Blick immer auf dem Ball lassen. Zur Vollendung der Bewegung: "Den Ball abschlagen und dabei den Schwung fortführen, so dass der Schläger auf der Schulter liegt und der hintere Fuß auf der Zehenspitze ruht" - so weit der Rat des Fachmanns. Die Praxis erweist sich schwieriger als gedacht. Trotz Konzentration auf den Ablauf ist es mir nicht auf Anhieb möglich, den Ball sauber zu treffen und einen weiten Abschlag hinzulegen. Erst nach mehreren Versuchen bin ich halbwegs mit dem Ergebnis zufrieden.

Währenddessen geht Stefan Vasovic zu den drei anderen Frauen, die ebenfalls die Abläufe trainieren. Bei ihnen gibt es recht unterschiedliche Gründe, aus denen sie mitmachen. So ist Gaby Gülden seit drei Jahren Mitglied, hat aber seit anderthalb Jahren nicht mehr gespielt. "Ich habe noch ein Handicap von 54 und nur ein einziges Mal auf der 18-Loch-Anlage gespielt", erzählt sie. Die Handicap-Angabe zeigt an, mit wie vielen Schlägen der Spieler die kürzere 9-Loch-Anlage bewältigt hat - ab einer 54 hat er Platzfreigabe. Eine ihrer Freundinnen, die erfahrenere Gudrun Schmitz, ist an diesem kühlen Mittag ebenfalls mit von der Partie. Susanne Weis hat vor rund drei Jahren erste Erfahrungen bei einem Wochenkursus in Portugal gesammelt. Jetzt möchte sie hier die Platzreife erlangen und findet mit den Stunden einen ersten Einstieg. Auch für bewegungseingeschränkte Personen eigne sich der gesellige Sport, betont der Golflehrer, entsprechend könnten die Bewegungsabläufe angepasst werden. Im Anschluss an das Abschlagen geht es für die Gruppe auf den Kurzplatz zum Training des Annäherungsspiels: putten - vergleichbar mit der Minigolf-Technik -, Spiel aus dem Sandbunker heraus sowie hohe und flache Annäherungsbälle gehören dazu. Die frische Luft bleibt dabei ständiger Begleiter.

Quelle: RP
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