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Wegberg
Kleine Züchter werben für den Markt

Wegberg: Kleine Züchter werben für den Markt
Begeisterte Nachwuchszüchter: Lisa, Jonas, Julius, Jugendleiterin Jennifer Wiebel, Laurenz, und Anna (v.l.) haben Küken und einen Hahn mitgebracht, um für die Kleintierschau zu werben. FOTO: Jürgen Laaser
Wegberg. Die Geflügelliebhaber Merbeck erwarten für ihren ersten Kleintiermarkt des Jahres viele interessierte Tierfreunde. Rund 400 Tiere, eine Kükenbörse und Junghühner werden ausgestellt oder zum Verkauf angeboten. Von Nicole Peters

Etwas unbeholfen sind die jungen Tierchen unterwegs, aber dafür sehen sie umso putziger aus. "Pieps", der große Hahn, sitzt in einem Käfig, während die zwei hellen und ein schwarzes Hühnerküken vorsichtig über den Rasen laufen. Die kleine gelbe Ente "Spaghetti" ist mit von der Partie - den Namen hat sie von Anna (4 Jahre alt), Lisa (7) und Jonas (8) bekommen, da sie zu Beginn ihrer Gehversuche einige Spagats hinlegte.

Die drei und vier Tage alten Tiere haben die Kinder und Mutter Jennifer Wiebel zu einem Besuch in Merbeck mitgebracht. Jennifer Wiebel wird die neue Jugendgruppe in Kürze leiten. Mit Julius (13) und Laurenz (14) sind an diesem Tag schon fünf Mitglieder versammelt. Sie alle hätten vor allem über regelmäßige Besuche der Merbecker Kleintiermärkte zur Hobby-Zucht gefunden, erzählen sie.

Zum ersten Kleintiermarkt in diesem Jahr erwarten die Geflügelliebhaber Merbeck viele Gäste, die sich erneut mit Junghühnern, Küken und jede Menge Tipps zur artgerechten Haltung versorgen werden, sagt Vereinsvorsitzender Andreas Theißen. "300 bis 400 Tiere werden wir am Sonntag ausstellen." Wassergeflügel, Wasserziergeflügel, Hühner, Zwerghühner, Vögel und Tauben werden ebenso zu sehen oder kaufen sein wie Junghühner und Küken. Es werden sich gleichgesinnte Hobby-Züchter, Züchter und Zuchtwillige treffen, weiß er aus Erfahrung. Der Ansatz vieler Hobbyzüchter sei es, zur Produktion eigener frischer Eier rund fünf Legehühner zu halten. Beratungen zur artgerechten Haltung führen die Geflügelliebhaber zum Teil sogar vor Ort durch. Inzwischen sei es auch um das Thema Vogelgrippe ruhig geworden, sagte Theißen. In bestimmten Bezirken im Bundesgebiet hatten die Halter von November bis Ende März ihre Tiere sogar einstallen müssen. Dies war in der hiesigen Region zu keiner Zeit nötig. "Ausbrüche des Virus gab es immer bei gewerblichen Züchtern", fügte er hinzu. "Wenn Hobbyzüchter die Zucht bestimmter Rassen aufgeben würden, wären manche in Deutschland nicht mehr zu halten."

Inwieweit sich die jungen Leute bereits der Geflügelhaltung verschrieben haben, wird aus ihren Erzählungen deutlich. Laurenz hat die Liebe zu Tauben bereits vom Opa übernommen, versorgt 30 Brieftauben und möchte dazu ausstellungsfähige Tauben züchten.

Julius hatte die ersten fünf Hühner bei den Geflügelliebhabern gekauft - jetzt besitzt er stolze 25 und ein Gelege mit 20 Eiern. Seine englischstämmige Oma versorgt er dabei standesgemäß mit Eiern seiner englischen Sussex-Hühner.

Bei Familie Wiebel wird mit Spannung das Schlüpfen der zweiten Ente an diesem Abend erwartet. 30 befruchtete Enteneier sind dort zudem vorhanden und werden für Nachwuchs sorgen.

Quelle: RP
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