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Wegberg
Nachfolger gesucht für Baudezernent Fabry

Wegberg: Nachfolger gesucht für Baudezernent Fabry
Seit 1983 arbeitet Rudolf Fabry bei der Stadt Wegberg. 2001 wurde er als Nachfolger von Josef Knoben zum Technischen Beigeordneten gewählt. Am 30. Juni 2017 geht der Heinsberger in den Ruhestand. FOTO: JÜRGEN Laaser (ARCHIV)
Wegberg. Eine Findungskommission soll dabei helfen, die frei werdende Stelle des Technischen Beigeordneten der Stadt Wegberg neu zu besetzen. Von Michael Heckers

Der Rat der Stadt Wegberg wird sich in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 25. Oktober, erneut mit einer wichtigen Personalie beschäftigen: Für den Technischen Beigeordneten Rudolf Fabry, der am 30. Juni 2017 nach 34-jähriger Tätigkeit bei der Stadt Wegberg in den Ruhestand geht, soll in den nächsten Monaten eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gefunden werden. Der Stadtrat soll am kommenden Dienstag beschließen, eine Findungskommission einzurichten und wegen der hohen Bedeutung des Amtes auf die übliche Wiederbesetzungssperre (sechs Monate) im Falle der Neubesetzung der Stelle des Technischen Beigeordneten zu verzichten.

Wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt Wegberg hatten Freie Wähler und die Wählergemeinschaft Aktiv für Wegberg (AfW) vorgeschlagen, auf die Neubesetzung der Stelle komplett zu verzichten und die Aufgaben im Rahmen eines neuen Personalkonzeptes aufzuteilen. Beide Fraktionen machten dabei deutlich, dass ihr Vorhaben nichts mit der Person und der Führung des bisherigen Amtsinhabers zu tun hat. Vielmehr gehe es um das Einsparpotenzial, das die Freien Wähler auf rund 100.000 Euro pro Jahr beziffern, also von Mitte 2017 bis 2024 insgesamt rund 750.000 Euro, die sich sparen ließen. Doch der Vorstoß der Freien Wähler und der AfW fand im zuständigen Fachausschuss keine Mehrheit und wurde abgelehnt, nachdem die Stadtverwaltung auf die hohe Bedeutung der Stelle des Technischen Beigeordneten hingewiesen hatte.

Wenn Rudolf Fabry zum 30. Juni 2017 in den Ruhestand geht, wäre aufgrund eines Ratsbeschlusses aus dem Jahr 2011 zunächst eine sechsmonatige Wiederbesetzungssperre vom 1. Juli bis 31. Dezember 2017 einzuhalten. Für den städtischen Haushalt würde das eine Entlastung in Höhe von rund 62.500 Euro bei den Personalkosten bedeuten. Mit Blick auf die kommunalrechtlichen, funktionellen und organisatorischen Rahmenbedingungen wirbt die Stadtverwaltung nun dafür, dass der Rat beschließen soll, auf die Wiederbesetzungssperre in diesem Fall zu verzichten. Für die bevorstehende Ausschreibung der Stelle des Technischen Beigeordneten ist es notwendig, dass sich die im Rat vertretenen Fraktionen auf ein Anforderungsprofil einigen. Die Verwaltung schlägt vor, deshalb eine Findungskommission einzurichten. Neben Bürgermeister Michael Stock, der Ersten Beigeordneten Christine Karneth, dem Technischen Beigeordneten Rudolf Fabry, Kämmerin Sonja Kühlen und Fachbereichsleiterin Elvira Müller-Deilmann sollen dieser Findungskommission je ein Vertreter aus den sechs Fraktionen im Rat der Stadt Wegberg angehören.

Die Stadtverwaltung hat für die Neubesetzung der Stelle des Technischen Beigeordneten außerdem folgende Zeitschiene vorgelegt, über die der Stadtrat am Dienstagabend ebenfalls abstimmen.

Quelle: RP
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