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Wegberg
Rushhour auf dem Rebhuhnweg

Wegberg: Rushhour auf dem Rebhuhnweg
Anwohner fühlen sich durch den regen Lkw-Verkehr belastet, der Weg leidet. Der zuständige Fachausschuss soll sich jetzt mit einem Bürgerantrag beschäftigen. FOTO: MICHAEL HECKERS
Wegberg. In einem Bürgerantrag fordern Anwohner, gegen das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg vorzugehen. Möglicherweise könnte ein neuer Weg zum Betrieb Feger das Problem lösen. Von Michael Heckers

Als "nicht weiter zumutbar" werden in einem Bürgerantrag, welcher der Stadtverwaltung vorliegt, die Verkehrsbewegungen auf dem Rebhuhnweg bezeichnet. "Speziell die Beschädigung des Weges durch das erhebliche Verkehrsaufkommen von Lastkraftfahrzeugen sorgen dafür, dass die Nutzung nur eingeschränkt möglich ist", heißt es im Antrag, mit dem sich der Fachausschuss beschäftigen wird.

Dass das Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg deutlich höher als für einen Wirtschaftsweg üblich ist, hatten bereits zwei von der CDU nach Bürgerbeschwerden beantragte Verkehrsmessungen im Herbst 2015 und Frühjahr 2016 nachgewiesen. Die Verwaltung hatte das hohe Verkehrsaufkommen auf dem Rebhuhnweg zunächst damit begründet, dass viele Verkehrsteilnehmer den Grünanlieferbetrieb der Firma Feger Umweltservice an der Kreuzung Rebhuhnweg/Kahrbahn ansteuern. Das Unternehmen ist eine privilegierte Anlage im Bereich der Kompostierung. Feger nimmt Grünabfälle von kommunalen und privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie privaten Haushalten an, verwertet diese und verkauft unter anderem Erden- und Kompostprodukte.

Neben dieser Firma nutzen noch weitere landwirtschaftliche Betriebe den Rebhuhnweg. Auch nachdem die Grünannahmestelle für Privatnutzer zum 1. Januar 2016 zur Firma Matthias Heyer Straßenbaustoffe nach Rath-Anhoven verlegt wurde, blieb das Fahrzeugaufkommen auf dem Wirtschaftsweg hoch. Eine Situation, die nicht nur Anwohner beklagen, sondern die auch Michael Feger, Inhaber des Umweltservice, selbst für problematisch hält. Er hat daher nach eigenen Angaben ein Ingenieurbüro damit beauftragt, eine alternative Zuwegung zu seinem Betriebsgelände zu prüfen. Dann bräuchten Fahrzeuge weder den Rebhuhnweg noch den benachbarten Küppersweg oder die Karbahn nutzen. Die Planungen sind nach Angaben von Feger weit fortgeschritten. Er möchte sie den Behörden in Kürze zur Prüfung vorlegen. Mit einer alternativen Zufahrtsmöglichkeit würde sich die Lage für die Anwohner deutlich verbessern. Auf die Politik möchte Michael Feger in den nächsten Wochen zugehen und für seinen Vorschlag werben. "Die Verkehrssituation ist tatsächlich problematisch", sagt er im Gespräch mit der Redaktion, "wir müssen eine Veränderung schaffen, damit die Anwohner entlastet werden."

Quelle: RP
 
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