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Wegberg
TuS gegen Abriss der Realschulturnhalle

Wegberg. Die Realschulturnhalle soll abgerissen werden. Kurz vor dem Beschluss will der TuS das verhindern.

"Wir sind sehr entsetzt über das Vorhaben, die Turnhalle der Realschule zu schließen", heißt es in einem dreiseitigen Schreiben an Bürgermeister Michael Stock, das von Vorstandsmitgliedern des Turn- und Spielverein (TuS) 1900 Wegberg, Daniel Bieker, Petra Padtberg, Manfred Sziedat, Erika Baltes, Vera Kirstein sowie mehreren Übungsleiterinnen unterzeichnet ist. Das Schreiben ist auch an den Stadtsportverband sowie an alle sechs Fraktionen im Rat der Stadt Wegberg gegangen.

Am Dienstag, 8. November, 18.30 Uhr, sollen die Mitglieder des Bauausschusses in öffentlicher Sitzung im Rathaus auf Vorschlag der Stadtverwaltung grünes Licht für den Abriss der Realschulturnhalle im nächsten Jahr geben. Der Ausschuss soll der Verwaltung außerdem den Auftrag geben, für die durch den Abriss entfallenden Pausenhof-Toilettenanlagen Ersatz zu schaffen.

Im April 2016 hatte die CDU-Fraktion beantragt, die Turnhalle der Edith-Stein-Realschule abzureißen. Die Union begründete ihren Antrag mit dem großen Sanierungsstau. Außerdem sei schon vor Errichtung der Zweifach-Sporthalle an der Maaseiker Straße der spätere Abriss der Realschulturnhalle ins Auge gefasst worden, da die Vereins- und Schulnutzungen dann auf andere Sporthallen verteilt werden könnten. Doch bevor am Dienstag der Abriss endgültig beschlossen werden soll, machen nun die TuS-Verantwortlichen mobil.

Der TuS setzt sich dafür ein, dass die Realschulturnhalle erhalten wird. "Wir haben ein sehr großes Problem, falls die Turnhalle der Realschule geschlossen wird", heißt es in dem Schreiben an Stock. Jede Woche nutzten 200 Kinder und Jugendliche sowie 120 bis 130 Erwachsene vom TuS die Halle. "So viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene können wir nicht einfach irgendwo anders unterbringen", heißt es weiter vonseiten des mit rund 1300 Mitgliedern größten Vereins in Wegberg. Der TuS schlägt vor, die notwendigen Renovierungsarbeiten an Dach, Hallenboden und sanitären Anlagen auf einen längeren Zeitraum zu verteilen. Der Verein lädt die Ratsmitglieder ein, sich die Vielfalt der angebotenen Kurse und Veranstaltungen anzuschauen. "Ein Abriss der Realschulturnhalle wäre für uns eine ziemliche Katastrophe", es werde zu Kündigungen kommen, heißt es. Außerdem sei man aufseiten des TuS verwundert, dass "uns bis heute kein Verantwortlicher der Stadt Wegberg offiziell informiert oder befragt hat, was wir als Verein davon halten und welche Konsequenzen es für uns und unsere Mitglieder hat."

(hec)
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