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91-Jährige in Wegberg
Uroma Fia schwört auf WhatsApp und Facebook

91-Jährige in Wegberg: Uroma Fia schwört auf WhatsApp und Facebook
Der Umgang mit moderner Technik wie Smartphones und Laptops bereitet Sophia Schmitz keine Probleme. "Morgens gucke ich immer aufs Handy, ob die Kinder wieder etwas geschickt haben", sagt die 91-jährige Wegbergerin. FOTO: Knappe,Joerg
Wegberg. Sich mit 91 Jahren ein Smartphone zulegen? Kein Problem: Sophia Schmitz aus Wegberg hält sich mit WhatsApp und Facebook auf dem Laufenden. Bei Unklarheiten fragt sie ihre Kinder und Enkel. Für sie haben die Dienste einen entscheidenden Vorteil. Von Nicole Peters

Uroma Sophia Schmitz, auch Fia genannt, ist trotz ihrer stolzen 91 Jahre technisch up-to-date. Vor acht Jahren hat sie sich für Schreib- und Fotoarbeiten einen Computer angeschafft, dem nach und nach weitere moderne elektronische Errungenschaften folgten. So legte sie sich etwa im zarten Alter von 90 Jahren ein Smartphone zu.

Für Sophia Schmitz stellt es eine gute Möglichkeit dar, via WhatsApp und Facebook bei Familie und Freunden auf dem Laufenden zu bleiben. Das Interesse für Technik sowie Ausdauer beim Befolgen komplizierter Bedienungsanleitungen für Gerätschaften besitzt die gelernte Schneiderin schon lange. 2008 hat sie sich einen eigenen Computer angeschafft. Um Briefe und Rechnungen zu schreiben sowie Ehemann Willy bei der jährlichen Erstellung des Vereinsheftes der Dorfgemeinschaft "Hei on Klei" zu unterstützen. Dias und alte Fotografien digitalisieren sowie Texte im Word-Schreibprogramm festzuhalten gehörten zu den Aufgaben. "Die fertigen Fotos und Texte habe ich auf einem USB-Stick gespeichert und zur Druckerei gegeben", sagt Fia Schmitz.

Kontakt zur Tochter in Spanien

Da die älteste Tochter in Spanien wohnt, wollte sie später unbedingt ein Smartphone haben, erinnert sich Tochter Ulrike, "und dann wurde sich hin und her geschrieben." Sehr rege nutzt die Mutter den technischen Alleskönner. "Ich mache Fotos und Videos und schicke sie über WhatsApp", beschreibt sie ihre Aktivitäten, "um die Dateien zu übertragen, schließe ich die digitale Kamera an den Computer an." Während eigener Aufenthalte im sonnigen Süden sendet sie beispielsweise stimmungsvolle Sonnenuntergangsbilder. Sehr wichtig findet sie es zudem, dass sie darüber Fotos von ihren Enkeln bekommt.

Selbst Facebook nutzt sie schon länger. Das Profil hat Enkelin Kristina Wolters, die mit Schwester Nadine zu Besuch ist, eingerichtet. In diesem Netzwerk gibt es eine Familiengruppe, in der Aufnahmen von längeren Reisen geteilt werden - ebenfalls eine gute Möglichkeit, mit anderen in Kontakt zu bleiben, findet die Seniorin. "Sie ist eine fortschrittliche Oma", sagt Wolters, "das hält sie fit, und sie braucht immer neue Herausforderungen."

Fitte Oma und Uroma

Fia Schmitz findet den Umgang mit der Technik nicht schwer. Wenn sie mal nicht weiter weiß, fragt sie ihre Kinder und Enkelkinder. Sie könne eben nicht gut still sitzen, sagt sie. Vor ein paar Tagen hat sie den Rasen gemäht. Sie geht zu Fuß in die Innenstadt, spielt mit Urenkel Lenni (3) Fußball und hat kürzlich Ur-Enkelin Lotta (4) das Schwimmabzeichen Seepferdchen auf den Bikini genäht. Elektronik ist dabei die stete Begleitung. "Morgens gucke ich immer aufs Handy, ob die Kinder wieder etwas geschickt haben."

Quelle: RP
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