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Brüggen / Moers
Tote nach Krebstherapie: Verdächtiger praktiziert weiter

Brüggen / Moers. Ein Brüggener Heilpraktiker, gegen den die Staatsanwaltschaft Krefeld seit über einem Jahr wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, hat offenbar im Kreis Wesel eine "mobile Praxis" eröffnet. Das bestätigte das NRW-Gesundheitsministerium auf Anfrage.

Der in Moers wohnhafte Heilpraktiker soll schwer kranke Krebspatienten mit einem nur unzureichend erforschten Mittel behandelt haben. Einige seiner Patienten waren im Verlaufe der Behandlung gestorben. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Vorwürfe gegen ihn hatte der Kreis Viersen dem Mann eine Tätigkeit im Kreisgebiet untersagt. Nur zehn Wochen später hatte der Beschuldigte, gegen den weiter ermittelt wird, dem Kreis Wesel angezeigt, dass er dort eine Tätigkeit aufgenommen habe.

Daraufhin schaltete sich zunächst Gesundheitsministerin Barbara Steffens und dann ihr Nachfolger Karl Laumann ein und forderten eine Überprüfung des Falles.

(ock)
 
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