| 10.54 Uhr

Bad Aibling
Bad Aibling: Notruf soll in Funkloch verschwunden sein

Bad Aibling. Auf einem Teil des Abschnitts der Unglücksstrecke bei Bad Aibling gibt es nach einem Bericht der "Stuttgarter Zeitung" ein großes Funkloch. Bereits seit sechs Jahren existiere das Empfangsloch im digitalen Zugfunk GSM-R, dadurch seien schnelle Notrufe erschwert. Die Zeitung beruft sich auf interne Unterlagen der bundeseigenen DB Netze, die das Schienennetz betreibt.

Der Fahrdienstleiter, der durch einen Fehler das Zugunglück mit elf Todesopfern verursacht haben soll, hatte nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch einen Notruf an die Lokführer abgesetzt. Dieser sei aber ins Leere gegangen. Gegen den Fahrdienstleiter wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Er soll mit einem Sondersignal einen verspäteten Zug auf die eingleisige Strecke geschickt haben, obwohl er dies nach Überzeugung der Ermittler nicht hätte tun dürfen.

Ein Sprecher der Deutschen Bahn sagte, das Unternehmen überprüfe regelmäßig die GSM-R-Funkversorgung auf der betroffenen Strecke - unabhängig von den laufenden Ermittlungen der Behörden, deren Ergebnis abzuwarten sei. Bei der zurückliegenden Überprüfung sei die vollständige Funkausleuchtung für den Streckenabschnitt zwischen Bad Aibling und Kolbermoor festgestellt worden, erklärte er. Heute wird der reguläre Bahnbetrieb auf der Strecke wieder aufgenommen.

(dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Bad Aibling: Bad Aibling: Notruf soll in Funkloch verschwunden sein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.