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Köln
Ein Musical voller Whitney-Houston-Hits

Köln. Die Bühnen-Adaption des Films "Bodyguard" überzeugt in Köln vor allem mit der Musik. Von Saskia Nothofer

Anonyme Briefe mit Morddrohungen und ein Einbruch in die Villa - das Leben von Superstar Rachel Marron ist in Gefahr. Um sie vor ihrem Stalker zu schützen, wird Frank Farmer, Bodyguard und ehemaliger Geheimagent, engagiert. Rachel kann mit dessen strikten Sicherheitsvorkehrungen zunächst aber nur wenig anfangen, widersetzt sich seinen Regeln - bis es zu einem Zwischenfall kommt und die beiden Gefühle füreinander entwickeln. Die dramatische Liebesgeschichte nach dem gleichnamigen Kinohit ist seit dem Wochenende in Köln zu sehen: "Bodyguard - Das Musical" feierte am Samstag seine Deutschlandpremiere im Musical Dome.

Der 1992 veröffentlichte Film war ein Riesenerfolg. Allein in Deutschland lockte er mit Whitney Houston und Kevin Costner in den Hauptrollen über sechs Millionen Zuschauer in die Kinos. Die Musical-Bearbeitung des Oscarpreisträgers Alexander Dinelaris (bestes Drehbuch für "Birdman") hält sich inhaltlich fast vollständig an die Vorlage, verleiht der Geschichte durch das Live-Erlebnis aber eine andere Wirkung. An einigen Stellen wirkt es zwar etwas pathetisch, doch Hauptdarstellerin Patricia Meeden als Rachel reißt die Zuschauer mit: Ob schnelle Hits wie "I Wanna Dance With Somebody" oder Balladen wie "I Will Always Love You" - die Berlinerin mit kubanischen und dänischen Wurzeln singt alle Songs nahezu perfekt. Doch es gibt noch einen anderen Publikumsliebling: Fletcher, der kleine, etwa siebenjährige Sohn von Rachel, gespielt von Lamin T. Dem Kleinen ist anzusehen, dass er Spaß auf der Bühne hat, seine Augen leuchten, als er von den Tänzern durch die Luft gewirbelt wird.

Solch schnell getanzte Ensembleszenen wechseln sich mit emotionalen Momenten, etwa zwischen Mutter und Sohn, ab. Die schlichten Kulissen werden elegant um die Darsteller herum, ähnlich wie bei einem Filmschnitt, gewechselt. Auch für die Bedrohung durch den Stalker findet Regisseurin Thea Sharrock die richtigen Bilder. So lässt sie zum Beispiel das Gesicht des Mörders überlebensgroß als Videoprojektion erscheinen.

Höhepunkt der knapp zweieinhalbstündigen Show ist die finale Szene bei der Oscar-Verleihung, in der das Publikum selbst Teil des Spektakels wird. Auch wenn die gesprochenen Dialoge schauspielerisch wenig überzeugen, schaffen es vor allem die Whitney-Houston-Songs, "Bodyguard" zu einem sehenswerten Spektakel zu machen. 16 Hits - und damit deutlich mehr als im Film - werden dargeboten und laden so zum Schmachten, aber auch zum Mittanzen ein.

Info Tickets unter 0211 - 27 40 00 oder im Internet unter www.westticket.de

Quelle: RP
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