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Berlin
Nacktkater Willis Fall wird erneut vor Gericht verhandelt

Nacktkater Willis Fall wird erneut vor Gericht verhandelt
Tierzüchterin Jacqueline Linke im Verwaltungsgericht in Berlin mit einer Ausgabe der Zeitschrift "Vanitiy Fair". FOTO: dpa, car cul
Berlin. Die Zukunft von Nacktkater Willi aus Berlin kommt erneut vor Gericht. Das Oberverwaltungsgericht befasse sich mit dem Fall des Zuchttiers voraussichtlich im Herbst, sagte Sprecherin Christiane Scheerhorn am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Die Züchterin habe Berufung gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts eingelegt. Im September hatte die erste Instanz entschieden, dass der vier Jahre alte Nacktkater keine Nachkommen mehr zeugen darf und kastriert werden soll. Die Zucht von Nacktkatzen ohne funktionsfähige Tasthaare verstoße gegen das Tierschutzgesetz, urteilte das Verwaltungsgericht.

Laut Züchterin ist Willi nun schon mehr als anderthalb Jahre lahmgelegt. Die Berlinerin hielt nach damaligen Angaben in ihrer Wohnung mehrere Canadian-Sphinx-Katzen - neben Willi noch "die Mädchen" Enola, Rumba und Sadira ohne Fell. Sphinx-Katzen werden im Internet für mehrere hundert Euro zum Kauf angeboten.

Bei der Rasse Canadian-Sphinx fehlt nicht nur das Fell. Durch eine Genveränderung haben die Tiere auch fast keine Tasthaare. Mit denen orientieren sich Katzen zum Beispiel bei Dunkelheit.

Laut Tierschutzgesetz ist es verboten, Wirbeltiere zu züchten, wenn ihnen dadurch Körperteile für ihren artgemäßen Gebrauch fehlen und Schmerzen, Leiden oder Schäden auftreten.

(felt/dpa)
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