| 09.28 Uhr

TV-Show "Bauer sucht Frau"
Ziegenauflauf mit Apfelmus und Bock an der Leine

Großes Geknutsche bei "Bauer sucht Frau"
Großes Geknutsche bei "Bauer sucht Frau" FOTO: RTL
Düsseldorf. Es wird familiär bei "Bauer sucht Frau": Nur Fritz und Gerhard kommen ohne mütterlichen Beistand aus und glänzen mit Rosen und Kränzen. Die anderen Bauern prüfen, ob ihre Auserwählten auch mit der Familie harmonieren. Von Marlen Keß

Die gute Nachricht vorweg: Auch in der achten Folge der aktuellen Staffel von "Bauer sucht Frau" gab es keinerlei Streitigkeiten, es wurde nach Herzenslust gemeinsam gearbeitet, gekuschelt und geknutscht. Die schlechte Nachricht: Liebesschwüre und Versprechen blieben aus. Dafür übte sich Gerhard als Rosenkavalier, Fritz als Mittsommernachtstänzer, Roland als Koch und Martin als eigenwilliger Ziegenbockhalter.

Letzterer überrascht die von ihm ausgesuchte 26-jährige Krankenschwester nicht nur beim Spaziergang mit Ziegenbock Hugo an der Leine ("das fand ich schon etwas komisch, was sollen die Leute denken?"). Er lässt auch seine, sagen wir mal, traditionellen Ansichten zur Rolle der Frau durchblicken – trotz weiterhin moderner musikalischer Popuntermalung.

Bei der gemeinsamen Treckerfahrt offenbart Martin, dass "Haushalt und Kochen schon Frauensache" seien, seine Auserwählte ihm aber auch durchaus bei der Hofarbeit helfen können. Die lernt Julia auch direkt kennen – erst wird zusammen Heu gekehrt, dann darf sie zum ersten Mal in ihrem Leben eine Kuh melken. Beobachtet wird sie dabei nicht nur von Martin, sondern auch von dessen Mutter, der Julia gleich ein paar heiße Tipps im Umgang mit dem Jungbauern entlockt: "Der Martin ist temperamentvoll, aber sehr sensibel – da muss selbst ich aufpassen, was ich sage", so die Mutter, die sich angetan von Julias Stallkünsten zeigt.

Romantisches Bad im Pferdetrog FOTO: RTL

Ähnlich beeindruckt ist auch Martin: "Sie hat nicht gemeckert und sich nicht eingescheißt", verteilt er fleißig Komplimente. Von Liebe wird hier aber noch nicht gesprochen: "Ich merke, der Martin ist bei mir noch auf Abstand", klagt Julia – bleibt abzuwarten, ob sich die beiden noch füreinander erwärmen.

Ziegenkrallen vor dem Tanz

Ganz anders die Lage bei Roland und Verena im Sauerland: Verena stellt nicht nur begeistert fest, dass Roland auch beim Kochen ganz patent ist (die Kreation der beiden, ein Nudel-Ziegenwurst-Auflauf mit Apfelmus bekommt hier keine Noten) – er kann auch noch tanzen. Verena überzeugt auch Rolands Eltern auf ganzer Linie. Besonders Papa Hubert ist begeistert: "Verena hat das gewisse Etwas, das passt zu uns."

Mama Monika freut sich vor allem auf Unterstützung im Haushalt, und Roland ist sich sicher: "Meine zukünftige Partnerin muss sich auch mit meinen Eltern gut verstehen, schließlich wohnen wir hier alle zusammen. Da würden viele andere junge Frauen Reißaus nehmen." Verena hingegen ist todesmutig, bleibt und darf zur Belohnung nicht nur Ziegenkrallen schneiden (und stellt sich abermals bravourös an), sondern auch eine romantische Tanzstunde mit Roland erleben. Hier ist sie zwar nicht ganz so souverän wie im Umgang mit Rolands Ziegen, doch den stört das nicht. Zum Abschluss liefert er mit einer Interpretation von Udo Jürgens‘ "Ich war noch niemals in New York" gleich den Soundtrack zur eigenen sauerländischen Liebesgeschichte.

Rinderwirt backt Käsekuchen

Ähnlich verliebt zeigen sich schon nach wenigen Tagen auch Rinderwirt Christian und seine Barbara. Sie verstehen sich – trotz (oder gerade wegen?) ihres allertiefsten Niederbayrischs. Da nimmt Christian es seiner Barbara auch nicht krumm, dass diese gleich Mutter und Tochter auf Christians Hof einlädt. Beim gemeinsamen Käsekuchenbacken fliegen die Funken (und das, obwohl Christian nicht einmal Pudding- und Backpulver auseinanderhalten kann).

Das wurde aus den Paaren bei "Bauer sucht Frau" FOTO: RTL / Stephen Power

Auch die Mütter der Turteltäubchen sind froh: "Ich wünsch mir, dass die beiden glücklich werden". Und als Christian Barbaras Tochter dann auch noch einen Lebenstraum erfüllt und sie aufs Pferd setzt, um mit ihr eine Runde im Feld zu drehen, ist es endgültig um Barbara geschehen: "Das kann man gar nicht in Worte fassen, so schee ist das!" Christian zeigt sich zwar (noch) nicht ganz so euphorisch, ist aber immerhin angetan von Barbaras furchtlosem Umgang mit einem zu behufenden Pferd und ihren Backkünsten.

Die Rose für Nicole

Bei Gerhard und Nicole in Sachsen geht die Hofwoche zu Ende – zwar nicht mit den ganz großen Gefühlen, aber immerhin mit dem gegenseitigen Versprechen, einander zu besuchen. Zuvor hatte Gerhard Nicole mit einem Ständchen und einer Rose beeindruckt, für das er sich extra samt Weste und Krawatte in Schale geworfen hatte. "Eine Rose schenk ich dir, leg sie dir zu Füßen", singt Gerhard und meint das tatsächlich ernst. Schon liegt die Rose auf dem Boden – und Nicole ist freudig überrascht (und macht gleich noch ein wenig Werbung für eine andere Kuppelshow des Senders): "Der Bachelor, Version Gerhard – und ich bekomme die letzte Rose."

RTL-Show: Für diese Männer sucht Inka Bause die große Liebe FOTO: RTL

Nachdem sie zuvor auch beim Misten des Pferdestalls auf ganzer Linie überzeugen konnte ("das macht sie richtig bäuerinnenmäßig, finde ich gut", so Gerhard) und beide gemeinsam am Misthaufen krähten (sehr laut und sehr inbrünstig), steht weiteren Besuchen nichts mehr im Wege. Da müssen auch keine großen Reden geschwungen werden, es reicht stattdessen eine lange und innige Umarmung.

Froschtanz um den Baum

Die gab es auch bei Hobbybauer Fritz in Schweden zu sehen – und endlich auch die Begründung, warum der Aussiedler überhaupt bei "Bauer sucht Frau" mitmachen darf: Ganze fünf (dafür aber sehr flauschige) Waldschafe tummeln sich auf seinem privaten Bullerbü. Die werden zuerst mit gemeinsamem Topfschlagen angelockt und anschließend gefüttert. Dabei stellt sich Ingrid gut an – so gut, dass Fritz direkt eifersüchtig wird: "Du kuschelst so viel mit denen!"

Doch auch Fritz kommt noch auf seine Kosten: Beim abendlichen Mittsommertanz mit Nachbarn und Freunden ist er ganz stolz auf die "attraktive und sympathische" Ingrid. Den Froschtanz um den Baum in der (natürlich rotgestrichenen) Scheune findet diese zwar etwas befremdlich ("Dass die Erwachsenen hüpfen wie kleine Kinder ist schon komisch, hat aber Spaß gemacht"), kuschelig wird es aber trotzdem.

Schließlich hatte der offensichtlich schwer verliebte Fritz seiner Liebsten zuvor eigenhändig einen traditionell schwedischen Blumenkranz geflochten: "Den tragen die Mädchen hier beim Tanz und schlafen dann damit unter'm Kopfkissen und träumen von ihren Zukünftigen." Für so viel Romantik gab's ein Küsschen. Das junge Glück ist perfekt und ließ sich nicht einmal von der erbärmlich schiefen Fiedelei der Scheunengeigerin aus der Ruhe bringen.

 
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