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"Top Gear"-Moderator Jeremy Clarkson
Erst falsche Krebsdiagnose, dann der BBC-Rauswurf

Jeremy Clarkson: Rastetet er wegen Krebsverdacht aus?
Der umstrittene Moderator Jeremy Clarkson. FOTO: ap
London. Vor sechs Wochen verlor Jeremy Clarkson bei der britischen BBC seinen Job als Moderator der Kultsendung "Top Gear". Er war von dem Sender gefeuert worden, weil er einen Produzenten geschlagen haben soll. Nun spricht Clarkson zum ersten Mal über die Hintergründe.

Der beliebte Moderator erläuterte in seiner Kolumne für die Zeitung "The Sunday Times", dass er zu dem Zeitpunkt der Auseinandersetzung stark unter Druck gestanden habe. Zwei Tage zuvor habe ihm ein Arzt mitgeteilt, dass es auf seiner Zunge eine Wucherung gebe. "Zwei Tage vor dem 'Tumult' sagte mir mein Arzt eindringlich, dass der Knoten auf meiner Zunge wahrscheinlich Krebs sei und ich es unverzüglich untersuchen lassen sollte", schrieb Clarkson. "Aber das konnte ich nicht machen. Wir steckten mitten in der Arbeit für 'Top Gear'. Und 'Top Gear' ging immer vor."

Zwar sei mittlerweile klar, dass die Wucherung gutartig ist und keine Lebensgefahr bestehe. Trotzdem sei der Tag des Ausrasters der "stressigste Tag, den ich in meinen 27 Jahren bei der BBC hatte. Es war unfassbar stressig, alles lief verkehrt, und dann, nun ja ... da haben wir es".

Ein bisschen Selbstkritik folgt auf die Erklärung dann aber doch noch: "Aber jeder hat mal stressige Tage, und andere schaffen es, besser damit klarzukommen als ich."

Zwölf Jahre bei "Top Gear" - der Verlust sei ein "Schock" gewesen. Denn nach der Trennung von seiner Frau Frances Cain und dem Tod seiner Mutter sei die Arbeit sein Rettungsanker gewesen, "und jetzt habe ich die idiotischerweise auch verloren".

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