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"Schlag den Raab"
Gewinner aus Voerde bewies als Sportschütze ruhige Hand

Bilder der letzten "Schlag den Raab" mit Gewinner Hendrik aus Voerde
Bilder der letzten "Schlag den Raab" mit Gewinner Hendrik aus Voerde FOTO: ProSieben/Willi Weber
Voerde. Der 24-jährige Hendrik Abel aus Friedrichsfeld (Voerde) kann es immer noch nicht fassen: Als erster Kandidat aus dem Publikum gewann der Sportschütze und Schlagerfan in der letzten Sendung von "Schlag den Raab" eine Million Euro. Von Inga Methling

Die erste Nacht als Millionär war kurz: Nur drei Stunden Schlaf bekam der frisch gebackene "Schlag den Raab"-Gewinner vom Niederrhein, nachdem er am späten Samstagabend nicht nur das Spiel "Smart-DJ" für sich entscheiden konnte, sondern auch noch beim "Klackern" um den Jackpot Nerven bewies. "Ich kann den Abend immer noch nicht begreifen", sagt Abel im Gespräch mit unserer Redaktion. Nachdem er mit seiner Freundin noch im Studio die Million gefeiert hatte und nach einer Stunde Autofahrt endlich Zuhause in Friedrichsfeld ankam, fielen ihm seine Eltern in den Arm. "Wir haben noch angestoßen und dann bin ich todmüde um sechs Uhr ins Bett gefallen", sagt der Betriebswirt, der noch bei seinen Eltern wohnt, mit müder Stimme. Viereinhalb Jahre hatte der 24-Jährige auf die Karten bei "Schlag den Raab" gewartet.

Beim "Klackern" um den Jackpot fing Hendrik Abel (24) aus Friedrichsfeld als einziger den Ball und gewann am Ende der Sendung eine Million Euro. FOTO: dpa

Bei der letzten Sendung war dann alles anders: Nicht ein gewählter Kandidat, sondern 15 verschiedene aus dem Publikum traten zum Abschied gegen Stefan Raab an. Als Moderator Steven Gätjen bei Spiel zwei fragte, wer aus dem Publikum sehr gut Auto fahre und sich zusätzlich noch mit Charts-Musik auskenne, hob Abel die Hand.

Am liebsten höre er Schlager, aber mit aktueller Musik kenne er sich auch aus. Ein Kandidat war gefunden. Die Regeln: Die Kandidaten mussten nacheinander drei Minuten mit einem Smart im Kreis über eine große Schallplatte fahren und dabei innerhalb von drei Minuten so viele vorgespielte Musiktitel wie möglich erraten. Der Clou: Die Geschwindigkeit der vorgespielten Lieder war abhängig von der Geschwindigkeit der Autos.

Raab war als erster am Zug und stellte sich eher mittelmäßig an. So erriet er zwar Lieder wie "Last Christmas", "Personal Jesus"  und "Smells Like Teen Spirit", nannte aber versehentlich Britney Spears' Hit "Oops... I did it again!" schlicht "Hit me Baby, one more time" und ordnete Modern Talking statt "You're My Heart, You're My Soul" ihren Hit "Cheri, Cheri Lady" zu. Insgesamt fuhr er so vier Punkte ein – genauso wie Hendrik. Bloß dass der Friedrichsfelder die vier Punkte wenige Sekunden schneller zusammen hatte und so als erster Gast der Sendung 100.000 Euro gewann – mit Chance auf den Jackpot. 

Die besten Tweets zum Ende von "Schlag den Raab"

Seit 15 Jahren im Schützenverein

Nach und nach nahmen immer mehr Kandidaten neben dem 24-Jährigen in der sogenannten "Winners Lounge" auf dem Sofa Platz. Je mehr Kandidaten gegen Raab gewannen, umso schmaler wurde der Jackpot. Doch am Ende winkten noch 900.000 Euro. Im Jackpot-Spiel mussten die Kandidaten dann "Klackern", also einen Plastikball hochschießen und wieder einfangen.

Abel war als erster an der Reihe und schaffte die Aufgabe schließlich als einziger. "Als Sportschütze habe ich da vielleicht eine ruhigere Hand als andere", erklärt er im Gespräch. Immerhin ist er seit 15 Jahren Mitglied im Schützenverein "BSV Friedsrichsfeld", der seinen "Hackstädter Jungen" am Abend über Facebook ordentlich anfeuerte.

Auf die erste Frage von Gätjen, was Abel mit dem Geld anfangen wolle, nannte der Schlagerfan spontan seinen Wunsch, Mickie Krause ins Schützenzelt nach Friedsrichsfeld zu holen. Überraschend antwortete der Sänger am Abend noch in einem Facebook-Video und erklärte, gerne zum Schützenfest zu kommen – auch für weniger als 100.000 Euro.

Ok, etwas dunkel! Schöne Grüße an Hendrik und herzlichen Glückwunsch zu 100000 Euro bei Schlag den Raab! Ich komme gerne zum Schützenfest!Mickie

Posted by Mickie Krause on Samstag, 19. Dezember 2015

Was der 24-Jährige jetzt mit einer ganzen Million anfangen will, darüber hat er sich noch keine Gedanken gemacht. "Es ist immer noch unfassbar."

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