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Dortmund
Vier Verdächtige nach Überfall auf Geldtransporter

Dortmund. Nach dem Geldtransporter-Überfall in Dortmund, bei dem die Täter nach Zeugenaussagen auch mit einer Panzerfaust drohten, sucht die Polizei nach vier Verdächtigen. Die Männer sollen bei dem spektakulären Überfall am Samstag alle maskiert gewesen sein, teilte die Dortmunder Polizei mit. Die Täter hätten mit einem Trennschleifer die hintere Tür geöffnet, um an Bargeld zu kommen. Zeugen hätten sie als deutschsprachig beschrieben. Verletzt wurde niemand. Zur Höhe der Beute machten Polizei und Transportfirma keine Angaben. Die zwei Autos der Täter, die später gefunden wurden, waren als gestohlen gemeldet. Eines war in Brand gesteckt worden.

Die Polizei hofft nun auf weitere Zeugenaussagen. Es liefen außerdem umfangreiche Maßnahmen zur Spurensicherung und Auswertung. Standardmäßig werde auch geprüft, ob ein Zusammenhang zu älteren Überfällen bestehe, sagte eine Polizeisprecherin. Bei Überfällen auf Geldtransporter hatten in der Vergangenheit die Täter bereits häufig mit Panzerfäusten gedroht, etwa in Langenfeld (1997), Duisburg (1999), Neuss (2000), Düsseldorf (2001), Werl (2002), Mülheim (2004) und nochmals in Neuss (2012). Bei dem Überfall in Duisburg hatten DNA-Tests an den damals verwendeten Gesichtsmasken ergeben, dass unter den vier Tätern mit großer Wahrscheinlichkeit auch zwei ehemalige RAF-Terroristen waren.

(dpa)
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