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Es ist nicht alles gut mit 18

Roman Dieses Buch sollte man zwischendurch einmal zur Seite legen, denn sonst liest und liest und liest man, und ist schließlich durch und traurig, dass es schon wieder vorbei ist. Es heißt "Auerhaus", und es handelt von Frieder und seinem Kumpel Höppner. Frieder hat Schlaftabletten genommen und sagt: "Ich wollte mich nicht umbringen. Ich wollte bloß nicht mehr leben. Ich glaube, das ist ein Unterschied." Sie ziehen in eine Wohngemeinschaft, um die Dinge in den Griff zu bekommen.

Morgens gehen sie aufs Gymnasium und nachmittags in den Supermarkt klauen, bis die Schublade voller Kondome ist, die nie weniger werden, denn sie "haben noch nie". Bov Bjerg hat diesen Roman über das Erwachsenwerden geschrieben, also über eine Zeit, die später immer ganz schön verklärt wird, obwohl sie ja auch hammerhart sein kann. Das tollste ist, dass Bjerg niemals in diesen peinlichen Jugendwörterbuch-Duktus verfällt, sondern einfach erzählt, wie's ist. Klas Libuda

Quelle: RP
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