| 05.45 Uhr

Kurse stürzen weltweit ab
Die ernste Botschaft hinter der Börsenpanik

Dax: Die ernste Botschaft hinter der Börsenpanik
FOTO: dpa, jsl sh
Meinung | Düsseldorf. Das Wesen der Börse war schon immer die Übertreibung. Kommen die Kurse erst einmal ins Rutschen, können viele nicht schnell genug verkaufen. Von Antje Höning

Seit Computer die Depotverwaltung übernommen haben und Anleger ihre Geschäfte über automatische Verkauforder steuern, werden die Effekte noch verstärkt. Entsprechend ist ein Teil der Kursstürze von gestern übertrieben und nur Ausdruck des Herdentriebs.

Dennoch heißt es, wachsam sein. Dass der Dax seit April 25 Prozent verloren hat, zeigt, dass einiges faul ist in der Weltwirtschaft. Das chinesische Wirtschaftswunder ist vorbei, wenn es nicht gar, wie das griechische, ein staatlich geschöntes war.

Die Euro-Krise lähmt. Und anders als 2008 haben die Notenbanken kaum noch Pfeile im Köcher - im Gegenteil: Mit ihrer jahrelangen Politik des billigen Geldes, mit der sie die Lehman-Krise überwinden wollten, haben sie den Keim für die aktuelle Krise gelegt.

Die größten Dax-Tagesverluste FOTO: AP

Wenn nun die deutsche Wirtschaft strauchelt, brauchen wir eines nicht: neue staatliche Ausgabenprogramme. Hilfreich bleibt dagegen ein hoher privater Konsum. Keynesianer im Wirtschaftsministerium sind gefährlich, Keynesianer in den Privathaushalten ein Segen für eine Exportnation.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dax: Die ernste Botschaft hinter der Börsenpanik


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.