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Konsequent im Fall Ditib

Konsequent im Fall Ditib
FOTO: Oliver Berg/dpa
Das Gefängnis ist ein Raum, den Islamisten gern zur Rekrutierung von Glaubenskämpfern nutzen. Die Konsequenz des nordrhein-westfälischen Justizministers, solchen Kräften den Zutritt zu den Justizvollzugsanstalten des Landes zu verwehren, zahlt sich aus. Statt wie bisher 117 Imame sind nur noch zwölf Seelsorger des vom türkischen Staat abhängigen Islamverbands Ditib als Freitagsprediger im Einsatz. Die anderen verweigerten die Sicherheitsprüfung durch die Behörden. Von Martin Kessler

Die Zahl spricht Bände. Offenbar verzichten viele Ditib-Imame auf den Besuch im Gefängnis, weil sie fürchten, von den Sicherheitsbehörden als Spitzel oder Aktivisten des zunehmend autoritärer werdenden türkischen Staats enttarnt zu werden. Gleichzeitig übernehmen Imame aus unabhängigen islamischen Gemeinden deren Aufgabe.

Das Beispiel zeigt, dass sich der Rechtsstaat gegen die Unterwanderung autoritär-islamischer Gruppen wehren kann. Auch bei Religionslehrern sollte eine solche Überprüfung stattfinden. Denn auch an der Schule haben solche Prediger nichts verloren.

Quelle: RP
 
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