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Frankfurt/Main
Software-Panne bei Deutscher Bank

Frankfurt/Main. 14 Millionen Doppelbuchungen sorgten bei den Kunden für Verdruss.

Massive technische Probleme im Online-Banking haben gestern die Deutsche Bank und ihre Kunden in Atem gehalten. Es kam zu schätzungsweise 14 Millionen Doppelbuchungen. Etliche Betroffene klagten, sie kämen nicht an ihr Geld. Das Problem: Auf den Kontoauszügen erschienen Abbuchungen vom 1. Juni doppelt. Während bei manchen Kunden plötzlich ein höherer Kontostand angezeigt wurde, rutschten andere Konten ins Minus. Denn zum Monatswechsel werden in der Regel höhere Abbuchungen zum Beispiel für Miete, Versicherungen oder Strom fällig. Von heute, acht Uhr an, sollte das Problem der Bank zufolge aber erledigt sein. Die Bank sprach von einem "Darstellungsproblem im Online-Banking": "Dadurch werden teilweise Einzahlungen und Abbuchungen doppelt gezeigt oder nicht abgebildet", teilte das Institut mit. "Keine dieser doppelt dargestellten Zahlungen ist tatsächlich erfolgt."

Das Geldhaus versicherte, es werde mit Hochdruck an der Lösung des Problems gearbeitet. "Wir haben alle möglichen Maßnahmen unternommen, um eine schnellstmögliche Korrektur der Abbildung sicherzustellen. Die Kunden selbst müssen nichts unternehmen - die Korrektur erfolgt automatisch."

Die Deutsche Bank betonte, entgegen anderslautenden Berichte seien 98 Prozent der Kundenterminals der Bank in Betrieb und funktionierten reibungslos. An diesen Automaten können Kunden zum Beispiel Kontoauszüge ausdrucken sowie Überweisungen tätigen.

Das Technik-Problem scheint die schonungslose Analyse von Konzernchef John Cryan zu bestätigen. Die Prozesse der Bank seien "ineffektiv", die IT "veraltet", hatte der Brite kurz nach seinem Amtsantritt im Juli 2015 geurteilt: "Wir haben lausige, schrecklich ineffiziente Systeme."

(dpa)
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