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#TheNew10
Der 10-Dollar-Schein wird weiblich

Bargeld: Nach 100 Jahren soll wieder eine Frau auf US-Banknoten
Alexander Hamilton soll bald mit einer Frau ersetzt werden. FOTO: afp, kb/dec
Washington. Ab 2020 soll wieder das Konterfei einer Frau auf einem US-Geldschein erscheinen. Vorschläge werden auf Twitter unter "#TheNew10" und auf einer extra eingerichteten Webseite entgegengenommen.

US-Finanzminister Jacob Lew gab die Pläne für den neuen 10-Dollar-Schein am Mittwoch in Washington bekannt. Damit kommt erstmals seit 100 Jahren wieder eine "bemerkenswerte Amerikanerin" auf eine Geldnote.

Um wen es sich genau gehandelt, soll erst später bekanntgegeben werden.

Vorschläge werden auf Twitter unter "#TheNew10" und auf einer eigens eingerichteten Webseite entgegengenommen.

Moneyfacing - Hype im Netz 2009 FOTO: www.intense-zone.com

Anlass sei der 100. Jahrestag der Einführung des Frauenwahlrechts in den USA, teilte Lew mit.

Wem die Ehre zuteil wird, soll nach Angaben Lews im Laufe des Jahres nach einem Dialog mit den Bürgern entschieden werden. Dieser Austausch soll vor allem über das Internet geschehen. Voraussetzung sei, dass die Frau sich für die Demokratie eingesetzt habe.

Die US-Geldscheine seien "ein Weg für unser Land zu sagen, wer wir sind und wofür wir uns einsetzen", erklärte Lew. Mit den Konterfeis großer Führungspersönlichkeiten würden die Vergangenheit des Landes gewürdigt und die Werte der USA zum Ausdruck gebracht.

Die aktuellen US-Banknoten werden alle von bekannten männlichen Politikern aus der Geschichte des Landes geziert, darunter mehrere US-Präsidenten. Auf der Ein-Dollar-Note etwa ist der erste Präsident George Washington zu sehen. Auf dem Zehn-Dollar-Schein, der nun geändert werden soll, prangt derzeit noch das Konterfei des ersten US-Finanzministers Alexander Hamilton.

Bislang zierten lediglich zwei Mal in der US-Geschichte die Bilder von Frauen Banknoten: Martha Washington, die Ehefrau des ersten US-Präsidenten, war Ende des 19. Jahrhunderts auf Dollar-Scheine gedruckt worden. In den 1860er Jahren hatte ein Bild der legendären Ureinwohnerin Pocahontas ein paar Jahre lang auf 20-Dollar-Scheinen geprangt.

Der Ankündigung des neuen Zehn-Dollar-Scheins war eine Kampagne von Aktivisten vorausgegangen, die 20-Dollar-Note mit dem Bild einer Frau zu versehen. Die Aktivisten forderten, das derzeitige Konterfei des früheren Präsidenten Andrew Jackson durch das einer Frau zu ersetzen und verwiesen auf die umstrittene Vergangenheit Jacksons im Umgang mit den Ureinwohnern sowie seinen Widerstand gegen die Zentralbank.

Die Aktivisten bekamen 600.000 Vorschläge für unterschiedliche Kandidatinnen, wobei die afroamerikanische Bürgerrechtsaktivistin Harriet Tubman aus dem 19. Jahrhundert die meisten Stimmen erhielt. Vor sechs Wochen reichte die Gruppe eine Petition beim Weißen Haus ein. "Es gibt keine größere Geschlechterkluft als bei unseren Geldscheinen", erklärte die Gruppe.

(dpa)
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