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München
Deutsche Bank: Rechtsanwälte fordern Freispruch

München. Im Strafprozess um versuchten Betrug im Fall Kirch haben die Anwälte für alle fünf angeklagten Banker einen Freispruch gefordert. Der fast ein Jahr dauernde Prozess habe gezeigt, dass an den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft nichts dran sei, sagte der Verteidiger des Deutsche-Bank-Co-Chefs Jürgen Fitschen, Hanns Feigen, vor dem Landgericht München. Die Staatsanwaltschaft stehe "vor dem Scherbenhaufen ihrer Anklage, will ihr Fiasko aber nicht wahr haben". Die Vorwürfe gegen Fitschen seien "erbärmlich und unredlich".

Zuvor hatten auch die Anwälte der ehemaligen Bankchefs Josef Ackermann und Rolf Breuer sowie zwei weiterer Ex-Banker Freisprüche gefordert. Der Vorsitzende Richter hatte vorige Woche bereits klargestellt, dass ihn die Anklage nicht überzeugt habe, und scharfe Kritik an der Staatsanwaltschaft geäußert. Einen Antrag auf eine erneute Durchsuchung der Deutschen Bank wies er ab. Dagegen legte die Anklagebehörde Beschwerde ein, über die das Oberlandesgericht entscheiden muss, bevor das Urteil verkündet wird.

(dpa)
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