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Verbraucherzentralen
Tausende Beschwerden über unseriöse Finanzanbieter

Tausende Beschwerden über unseriöse Finanzanbieter
Verbraucherschützer sind zufrieden mit dem Frühwarnsystem für dubiose Geldanlagen. FOTO: dpa, Andrea Warnecke
Berlin. Die Anlaufstelle der 16 Verbraucherzentralen für Kunden von Finanzprodukten, genannt "Die Marktwächter", stößt auf riesige Resonanz. Das Internetportal www.marktwaechter.de versteht sich als Frühwarnsystem - etwa bei dubiosen Anlage-Beratern.

"Nach eineinhalb Jahren Marktwächtern für die digitale Welt und den Finanzmarkt gibt es Tausende Beschwerden und Hinweise aus den Verbraucherzentralen zu bestimmten Produkten und Anbietern", sagte Klaus Müller, Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, unserer Redaktion. "Allein in diesem Jahr haben wir sechs Verbraucherwarnungen vor dubiosen Anbietern veröffentlicht." Müller stellt gemeinsam mit dem Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Ulrich Kelber (SPD), heute in Berlin eine erste Bilanz der "Marktwächter"-Projekte vor.

Die beiden vom Bund geförderten "Marktwächter"-Projekte wurden im März 2015 gestartet. Sie sollen Anlaufstelle für Verbraucher sein, die auf unseriöse Angebote auf dem Finanzmarkt oder im Internet gestoßen sind. Die Fachleute der Verbraucherzentralen gehen den Hinweisen nach und alarmieren gegebenenfalls die Finanzaufsicht oder andere Kontrollbehörden.

"Unsere Untersuchungen belegen zum Teil gravierende Probleme unter anderem bei Lebensversicherungen, Graumarktprodukten oder Vergleichsportalen. Wir haben auch Aufsichtsbehörden auf Missstände hingewiesen und scheuen auch vor Abmahnungen nicht zurück", sagte Müller. Nach Hinweisen der "Marktwächter" hatte die Finanzaufsicht Bafin unlängst der niederländischen SPS Bank Einlagen- und Kreditgeschäfte in Deutschland untersagt.

(jd/mar)
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