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#rpTEN-Tipps
Auf diese re:publica-Sessions freuen wir uns

re:publica TEN: Diese acht Veranstaltungen solltet ihr sehen
Interneterklärer Sascha Lobo bei seinem letzten Vortrag auf der re:publica. Nach einer Pause will er in diesem Jahr wieder zur Netzgemeinde sprechen. FOTO: dpa, ped htf
Berlin. Hier treffen nicht nur Katzenvideo-Produzenten auf Digital-Policy-Advokaten: Am Montag startet in Berlin die zehnte re:publica. Aus dem einst kleinen Blogger-Treffen ist die größte Netzkultur-Konferenz in Europa geworden. Wir verraten unsere Programm-Highlights.

Wenn am Montag um 10 Uhr die Gründer der re:publica auf der Hauptbühne stehen werden und ihre Konferenzgäste willkommen heißen, dann können sie zur zehnten Auflage stolz sein: Sie haben nicht nur den Termin des Jahres für die digitale Gesellschaft geschaffen, das Programm platzt auch in diesem Jahr aus allen Nähten.

Zeitweise finden bis zu 20 Vorträge und Diskussionen gleichzeitig statt. Nicht nur für Erstbesucher ist es schwierig, den Überblick zu bekommen. Das Team von RP ONLINE ist vor Ort und wird im Zeitgeist-Blog berichten. Vorab gibt es an dieser Stelle schon unsere Programmempfehlungen:

"Tipps fürs #rpTEN-Networking" - mit Leander Wattig: Noch nie auf einer re:publica gewesen? Gar nicht schlimm. Der wichtigste Tipp von alteingesessenen Besuchern der Konferenz ist wohl: Nicht zu viele Sessions in den eigenen Kalender schreiben und viel Zeit im Innenhof verbringen. Denn dort gibt es Würste, Mate und Alkohol. Aber mit wem soll ich reden und wie komme ich an die coolen Leute ran? Auf diese Fragen gibt re:publica-Urgestein Leander Wattig Antworten. Montag, 02. Mai, 12:45 Uhr, Ort: Lightning Talks 1, zur Programmseite. Empfohlen von Henning Bulka, er twittert unter @Sanpietro und ist hier auf RP ONLINE im Bereich "Digitales" zu lesen. 

"What's up TV? Television from Abroad - mit Marcel Amruschkewitz: Da ich das Fernsehprogramm von heute schon nur noch in Teilen verstehe, kann es nicht schaden, sich schonmal auf das einzustellen, was demnächst kommt. Und das erklärt Marcel Amruschkewitz von Vox bei dieser Session: Welche TV-Trends gibt es international – und welche davon schaffen es vielleicht bald zu uns? Und wer weiß, vielleicht sagt er ja auch, dass Flitterabend mit Michael Schanze endlich zurückkommt. Ich glaube fest daran. Dienstag, 03. Mai, 16:15 Uhr, Ort: Stage 5, zur Programmseite. Empfohlen von Judith Conrady, sie twittert unter @JudithConrady und leitet stellvertretend die Redaktion von RP ONLINE. 

"Wer zahlt für Nachrichtenvideos im Netz? " mit Mirko Drotschmann: Tja, gute Frage, alte Frage. Oft diskutiert. Eine Lösung, die so richtig überzeugt gibt es auf dem deutschen Markt bislang nicht. Als Journalistin für Lokalnachrichten bewege ich mich mit meinem Video-Content oft irgendwo zwischen spießigem öffentlich-rechtlichem Anspruch und pseudo-hippen Youtubern. So richtig pudelwohl fühle ich mich damit selten. Ob es mir nach dieser Diskussionsrunde besser geht, weiß ich nicht. Angucken werde ich sie mir trotzdem, in der Hoffnung, dass Mirko Drotschmann (MDR-Gewächs mit angenehm unaufgeregtem Youtube-Kanal und fitter Themenauswahl) ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern wird. Dienstag, 03. Mai, 11:45 Uhr, Ort: Stage 7, zur Programmseite. Dienstag, 11.45 Uhr, Ort: Stage 7. Empfohlen von Merle Sievers. Sie twittert unter @Perlerelations und ist hier auf RP ONLINE im Bereich "NRW" zu lesen. Von Merle kommt auch der folgende Tipp:

"Making Colour move: E-Insects" mit Saad Chnoy: Dieser Typ aus Singapur verspricht mir, dass ich nach seiner Session aus meinem Smartphone ein Insekt bauen kann. Oder zumindest andere kleine Bürogegenstände zum Leben erwecken. Wie geil ist das denn?! Lifehacks, die in keiner Redaktion fehlen sollten. Danach klingt diese Session. Aber Achtung, nur was für ganz wache Summer: Die Plätze in diesem Workshop sind begrenzt und man muss sich vorher anmelden. Montag, 02. Mai, 17:15 Uhr, Ort: Maker Space, zur Programmseite.

"Thing Explainer: Complicated Stuff in Simple Words” mit Randall Munroe: Nerd is the new cool – weiß man ja. Dass Nerd aber auch das neue ​funny​ sein kann, weiß vielleicht noch nicht jeder. Randall Munroe ist dafür der perfekte Beweis, denn es gibt wohl niemanden, der erhebliche Nerdigkeit (Physiker & Robotiker, Job bei der Nasa, Zauberwürfelrekord unter einer Minute) mit derart grandioser Komik verbindet. Munroes Webcomic "xkcd" gehört mit seinen Gags über Informatik und Quantenphysik schon lange zum Internet-Inventar. Seit einiger Zeit beantwortet Munroe zudem in seinem Blog "What if…?" wissenschaftlich korrekt die absurden Fragen seiner Leser. Was würde passieren, wenn man die Rotationsperiode der Erde auf eine Sekunde beschleunigt? Wieviele Menschen müsste ein T-Rex theoretisch fressen, um seinen täglichen Kalorienbedarf zu decken? Und kann man sich aus mehreren aneinandergebundenen Kalaschnikow-Sturmgewehren einen Raketenantrieb bauen? (Spoiler: Man kann). Zur re:publica bringt Munroe sein neues Buch mit. In "Thing Explainer" erklärt er  Sternbilder, Ökosysteme, Flugzeugmotoren und vieles mehr - allerdings nur unter Verwendung der 1000 meistgenutzten Wörter. Klingt wieder mal ziemlich schlau. Und ziemlich lustig. Dienstag, 03. Mai, 20 Uhr, Ort: Stage 1, zur Programmseite. Empfohlen von Rainer Leurs. Er twittert unter @RainerLeurs und ist Redaktionsleiter von RP ONLINE.

"Big Data for a Public Good" mit Sarah Williams: Daten zu Kunst verarbeiten und damit die Welt verändern - das ist der Job von Sarah Williams. Dafür macht die amerikanische Wissenschaftlerin das Ausmaß der Umweltzerstörung in China an Hand von Fotos aus den chinesischen sozialen Medien sichtbar. Mittels Smartphone-Daten erarbeitet sie, wie ein öffentliches Transportsystem in Kenya angelegt sein muss und in ihrem Projekt "Mapping America" zeigt sie in Infografiken welche Beweggründe die amerikanischen Bürger bei der Wahl 2012 wirklich hatten. In jedem ihrer Projekte verbindet die gelernte Stadt-Planerin und Leiterin des Civic Data Design Lab am Massachusetts Institute of Technology's (MIT), Kunst und Big Data miteinander, weshalb einige ihrer Werke derzeit auch im berühmten Museum of Modern Art (MoMA) in New York besichtigt werden können. Was tun mit Big Data? Wer sich diese Frage stellt, ist hier richtig. Montag, 02. Mai, 14 Uhr, Ort: Stage 1, zur Programmseite. Empfohlen von Susanne Hamann. Sie twittert unter @CallioPan und ist auf RP ONLINE im Bereich "Gut Leben" zu lesen.

"Was tun gegen den Hass im Netz?" mit Joerg Heidrich: Heidrich arbeitet beim Heise-Verlag in Hannover als Justiziar und Datenschutzbeauftragter. Er ist Rechtsanwalt und dabei insbesondere auf IT-Recht spezialisiert. Bei der re:publica geht Heidrich der Frage nach: Was tun gegen den Hass im Netz? In seinem Workshop will er erklären, wie man juristisch gegen widerliche Kommentare bei Facebook & Co. vorgehen kann. Das dürfte nicht nur bei Journalisten auf großes Interesse stoßen! Dienstag, 03. Mai, 17:30 Uhr, Ort: Stage T, zur Programmseite. Empfohlen von Vassili Golod. Er twittert unter @VassiliGolod und ist auf RP ONLINE im Bereich "Digitales" zu lesen.

"The Age of Trotzdem" mit Sascha Lobo: Er ist ja nicht mehr so gut, wie er einmal war. Im letzten Jahr hatte er sogar keinen Vortrag mehr gehalten. Die in den beiden Jahren zuvor waren schon lange nicht mehr so gut, wie seine legendären Vorträge aus den ersten Jahren der "re:publica". So erzählt man sich zwischen Kontakthof und Affenfelsen, wie die beiden Orte zum socalizen auf der Konferenz genannt werden. Aber wie war das mit dem Propheten im eigenen Land? Trotzdem wird dieser Vortrag überfüllt sein. Das ist völlig berechtigt. Wenn Sascha Lobo, Spiegel-Online-Kolumnist und dem Offline-Deutschland in Fernsehtalkshows oft als Deutschlands bekanntester Blogger präsentiert, zur Netzgemeinde spricht, dann hat dies etwas sakrales. Stets dem Höheren verpflichtet, redet er der Netzgemeinde ins Gewissen: Über ihre Fehler, über ihre Vergehen und über ihr Nichtstun. Montag, 02. Mai, 19:45 Uhr, Ort: Stage 1, zur Programmseite. Empfohlen von Daniel Fiene. Er twittert unter @Fiene und ist auf RP ONLINE im Bereich "Digitales" zu lesen.

Die Sessions von Stage 1 werden live auf der Homepage der re:publica als Video übertragen. Die meisten anderen Sessions von den anderen Bühnen stehen wenige Tage nach der re:publica zum Abruf auf Youtube bereit.

(RPO)
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