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Los Angeles
Rockstars erweisen Lemmy die Ehre

Abschied von Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister in seiner Stamm-Bar
Abschied von Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister in seiner Stamm-Bar FOTO: afp, MRR/dec
Los Angeles. Großer Abschied vom legendären Musiker: Familie, Freunde und Kollegen haben bei Trauerfeiern in Los Angeles an Motörhead-Sänger Lemmy Kilmister erinnert. Per Live-Stream konnten Fans in aller Welt die Hauptzeremonie vom Forest-Lawn-Memorial-Friedhof mitverfolgen. Kilmister starb am 28. Dezember im Alter von 70 Jahren in Los Angeles. Der gebürtige Engländer hatte erst kurz zuvor eine Krebsdiagnose erhalten.

Der Live-Stream wurde auch in Kilmisters Stammkneipe "Rainbow Bar and Grill" auf dem Sunset Strip gezeigt. Wie Manager Tony Brown mitteilte, feierten dort in der Nacht zu Sonntag Hunderte Fans. Kilmister habe um die Ecke gewohnt.

Die Friedhofskapelle auf dem Forest-Lawn-Memorial-Friedhof war mit einem Meer von roten und weißen Blumen geschmückt. "Er hatte das größte Herz und war zu jedem so nett", sagte Dave Grohl, Frontman der Foo Fighters, unter Tränen über den Rocker. Auch Lars Ulrich (Metallica) und Slash (Guns N'Roses) hielten Ansprachen. Motörhead-Schlagzeuger Mikkey Dee erklärte, die Welt werde ihn für immer vermissen. Er solle es auf der anderen Seite "etwas ruhiger angehen", scherzte der Musiker.

Der Sänger und Bassist, der mit richtigem Namen Ian Fraser Kilmister hieß, galt im Rock'n'Roll-Zirkus als Legende. Aus Berlin waren unter anderem die Musiker Nina C. Alice und Jim Voxx von der Rockband Skew Siskin angereist, die seit den 90er Jahren mehrfach mit Motörhead spielten. "Ich liebe dich, Lemmy", sagte Alice und bedankte sich unter Tränen für eine "langjährige Freundschaft". Andere Redner erinnerten an durchzechte Nächte und wilde Partys.

Kilmister wurde am 24. Dezember 1945 im englischen Stoke-on-Trent geboren. 1975 gründete er die Band Motörhead, mit der er im vorigen Jahr das 40. Jubiläum und mehr als 20 erschienene Platten feierte. Zu den bekanntesten Alben zählen "Ace of Spades" (1980) und "No Sleep 'til Hammersmith" (1981). Im vorigen August erschien das Album "Bad Magic" und schaffte es auf Platz eins der deutschen Album-Charts.

(dpa)
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