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Mitternachtsverkauf in Schweden
Fortsetzung der "Millennium"-Trilogie in den Buchläden

Stieg Larsson: Fortsetzung der "Millennium"-Trilogie in den Läden
Autor David Lagercrantz beim Mitternachtsverkauf von "Verschwörung". FOTO: afp, jnk/rix
Stockholm . Mit dem Buch "Verschwörung" ist die lange wie ein Staatsgeheimnis gehütete Fortsetzung der "Millennium"-Trilogie von Stieg Larsson ist am Donnerstag in die Läden gekommen. Autor ist David Lagercrantz.

Eine Buchhandlung in Stockholm öffnete um Mitternacht extra eine Stunde lang, um ungeduldige Fans der Abenteuer der Hackerin Lisbeth Salander und des Journalisten Mikael Blomqvist nicht länger auf die Folter zu spannen.  Da Larsson 2004 schon vor der Veröffentlichung seiner Trilogie plötzlich an einem Herzinfarkt gestorben war, wurde die Fortsetzung mit dem Titel "Verschwörung" von David Lagercrantz geschrieben.

Lagercrantz war bei dem nächtlichen Verkauf seines Werkes dabei und signierte die Bücher. Vor der Buchhandlung in der schwedischen Hauptstadt standen etwa 50 zumeist männliche Fans Schlange, um das neue, rund 500 Seiten dicke Buch zu ergattern. "Das ist toll", freute sich der 52-jährige Lagercrantz über das Interesse.

"Ich bin früh gekommen, damit ich die Atmosphäre aufnehmen kann. Ich war der Erste, dem sein Buch signiert wurde", sagte der 38-jährige Per. Der 57-jährige Rickard de Boussard konnte es kaum erwarten, endlich in dem neuen Thriller zu schmökern: "Ich bin mit der U-Bahn gekommen, damit ich auf dem Heimweg schon lesen kann."

Zeitgleich mit Schweden kam das Buch in 24 weiteren Ländern auf den Markt, darunter Deutschland. Vorerst wurden 2,7 Millionen Exemplare gedruckt, darunter eine halbe Million für den US-Markt, wo das Buch am 1. September in die Läden kommt. Die in den Jahren 2005 bis 2007 veröffentlichten Bücher von Larsson hatten sich weltweit 80 Millionen Mal verkauft und wurden sowohl in Schweden als auch als Hollywood-Version verfilmt. An der Fortsetzung erwarben 41 Verlage in aller Welt die Rechte.

Der Inhalt des Buches war streng gehütet worden. So durften Autor, Lektoren und Übersetzer nur an Computern ohne Internet an der Geschichte arbeiten. Laut den knappen Angaben des Verlags Norstedts geht es unter anderem um den US-Geheimdienst NSA und künstliche Intelligenz.

(AFP)
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