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Köln
Die "Philcologne" will ein Fest des Denkens sein

Köln. Ist die Welt aus dem Gleichgewicht, schlägt die Stunde der Philosophie. Wolfram Eilenberger, einer der Programmleiter der "Philcologne", glaubt sogar: "Krisen sind gut für Philosophie". In Zeiten großer politischer Umbrüche und Veränderungen also ideale Bedingungen für die "Philcologne". Das internationale Festival der Philosophie findet vom 17. bis 24. Mai in Köln statt. 43 Veranstaltungen, davon 15 für Kinder und Jugendliche, verteilen sich auf die acht Festivaltage. Von Monika Salchert

Zum Fest des Denkens treffen sich Philosophen, Soziologen, Journalisten, Theologen, Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler. Erwartet werden unter anderem: Peter Sloterdijk, Axel Honneth, Rüdiger Safranski, Richard David Precht, Frank Witzel und Barbara Vinken.

Anders als in den Vorjahren startet das größte Philosophiefestival Deutschlands am Dienstag, 17. Mai, im WDR-Funkhaus mit einer einzigen Veranstaltung und der Frage: "Was tun? - Zum Stand der Dinge". Über den "größten Wendepunkt der europäischen Nachkriegsgeschichte" mit Krieg und Flucht und den daraus erwachsenen Chancen und Ängsten diskutieren die ungarische Philosophin Ágnes Heller, der australische Historiker Christopher Clark und der deutsche Philosoph Richard David Precht.

"Der Abend soll ein Spiegel des gesamten Festivals sein. Wir möchten Ton und Idee des Festivals verdeutlichen. Es wird eine wirklichkeitsnahe Philcologne, die die drängenden Probleme und Fragen unserer Zeit in den Mittelpunkt rückt", sagte Eilenberger .

Gelingen soll dies mit Themen wie "Das Hume-Projekt. Streiten über Gott". Über das Werk "Dialoge über die natürliche Religion" des schottischen Philosophen David Hume, einer der Schlüsseltexte der Aufklärung, streiten der katholische Theologe Hans-Joachim Höhn, der islamische Theologe Mouhanad Khorchide und der sich selbst als Atheist bezeichnende Michael Schmidt-Salomon von der Giordano-Bruno-Stiftung.

Der Kulturwissenschaftler Claus Leggewie aus Essen überlegt gemeinsam mit Patrizia Nanz, Direktorin am Nachhaltigkeitsinstitut in Potsdam, "wie Bürger die Demokratie wiederbeleben können".

Der Philosoph Peter Sloterdijk stellt seinen erotischen Roman "Das Schelling-Projekt" vor, Künstler Markus Lüpertz spricht mit dem Hanno Rauterberg über die Kunst und das gute Leben. Die Literaturwissenschaftlerin Barbara Vinken geht mit dem Historiker und Gewaltforscher Jörg Baberowski der Frage nach: "Ist Gewalt weiblich?".

www.philcologne.de

Quelle: RP
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