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Paderborn
Erzbistum Paderborn macht 44 Millionen Euro Gewinn

Paderborn. Das Vermögen der Erzdiözese wuchs um 3,7 Prozent auf 4,16 Milliarden Euro. Das steht in ihrem neuen Finanzbericht.

Das Erzbistum Paderborn verzeichnet für 2015 einen Jahresüberschuss von rund 44,2 Millionen Euro. Dies entspricht einer Steigerung um etwa drei Millionen Euro (rund neun Prozent) im Vergleich zum Vorjahr, wie aus dem Finanzbericht hervorgeht. "Wir sind gut aufgestellt", sagte Generalvikar Alfons Hardt. Die Finanzen gäben Gestaltungsmöglichkeiten und dienten dazu, das riesige Netzwerk von Kirchengemeinden und karitativen Einrichtungen zu unterhalten sowie die Vorsorgeverpflichtungen zu erfüllen.

Die Einnahmen aus der Kirchensteuer stiegen den Angaben zufolge gegenüber dem Vorjahr um 20 Millionen Euro oder 5,3 Prozent auf rund 396 Millionen Euro. Das Finanzergebnis ging um rund 4,5 auf 37,4 Millionen Euro zurück. Die Erträge beliefen sich insgesamt auf 514 Millionen Euro (2014: 458 Millionen Euro).

Das Vermögen der Erzdiözese wuchs um 3,7 Prozent auf 4,16 Milliarden Euro, vor allem wegen zusätzlicher Mittel für die Altersversorgung aufgrund der niedrigen Kapitalmarktzinsen. Damit liegt Paderborn hinter dem Erzbistum München-Freising mit einer Bilanzsumme von 6,26 Milliarden Euro und vor der Erzdiözese Köln mit einem Vermögen von 3,52 Milliarden Euro. Allerdings sind in der Paderborner Bilanzsumme der Erzbischöfliche Stuhl und das Domkapitel noch nicht erfasst. Vom Vermögen sind 3,7 Milliarden Euro in Finanzanlagen gebunden, wie es hieß. Die Immobilien werden mit 272 Millionen Euro veranschlagt. 80 Prozent der Gebäude dienten kirchlichen Zwecken.

Hardt kündigte an, dass 2018 erstmals auch nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) testierte Zahlen für das Domkapitel vorgelegt werden sollen. Zugleich warb er um Verständnis dafür, dass die Berechnungen für den Erzbischöflichen Stuhl andauerten. Einen Veröffentlichungstermin nannte er nicht. Finanzchef Wummel verwies auf die Schwierigkeit, eine Vergleichbarkeit zwischen den Bistümern herzustellen, da nicht alle nach den HGB-Vorgaben bilanzierten und es unterschiedliche Organisationsstrukturen gebe. Wummel nannte die Kirchensteuer mit etwa 75 Prozent die wichtigste Einnahmequelle.

(kna)
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