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Kraftprotz unter den Löwen

Das fällt auf Reinsetzen, Startknopf drücken, Gas geben - dann ist klar, was an der Kompaktlimousine zuerst auffällt: Peugeot bringt in seinem 308 GTi den nach eigenen Angaben stärksten Vierzylindermotor eines Serienmodells auf die Straße. 272 PS bei einem Leergewicht von 1205 Kilogramm - das ergibt ein Leistungsgewicht von 4,46 Kilo pro PS. Und darauf ist die Löwen-Marke sichtlich stolz. Im Inneren fällt das Cockpit mit seinem in der Diagonale 25 Zentimeter großen Bildschirm auf. Über den Touchscreen sind fast alle Funktionen steuerbar. Die Bedienung ist übersichtlich und leicht handhabbar. Peugeot betont die sportliche Note, wo immer das möglich erscheint. Geschwindigkeit oder Drehzahl zeigen futuristisch leuchtende rote Zeiger an. Kleines Manko: Im Test funktionierte die Bluetooth-Erkennung des Telefons nicht. Von Jürgen Grosche

So fährt er sich Kurvenstark, rasant, spursicher - so lassen sich die Fahreigenschaften zusammenfassen. Das sportliche tiefergelegte Fahrwerk und die breite Spur (1,57 Millimeter vorn, 1,55 Millimeter hinten) lassen den Wagen sehr fest und sicher auf der Straße laufen - allerdings ein wenig ruppig. Straßenunebenheiten spürt man deutlich. Die speziell für den GTi produzierten Schalensitze geben in rasanten Kurven festen Halt.

Das kostet er Erfreulicherweise hat Peugeot viele Elemente serienmäßig eingebaut, die anderswo gerne extra berechnet werden. Dazu zählen die elektronische Feststellbremse, die sich automatisch anklappenden Außenspiegel, der Farb-Touchscreen oder die 19-Zoll-Leichtmetallfelgen. Die Basisversion kostet 34.950 Euro. Mit Extras wie dem riesigen Panorama-Glasdach (600 Euro), der Perlmutt-Weiß-Lackierung (500 Euro) oder Rückfahrkamera (280 Euro) kommt die Testversion auf 37.100 Euro.

Für den ist er gemacht Der 308 GTi spricht vor allem jung-dynamische und sportlich orientierte Fahrer an. 87 Prozent sind Männer - und die auch eher jünger. Diese Kundschaft soll wohl auch Spaß an der Sport-Taste haben, die den Motor lauter röhren lässt. Gut gebrüllt, Löwe, aber ein Porsche wirst du damit indes noch nicht. Insbesondere die gesetztere Kundschaft findet aber sicherlich viel Freude an der Massagefunktion im Sitz.

Dieser Wagen wurde der Redaktion zu Testzwecken von Peugeot zur Verfügung gestellt.

Quelle: RP
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