kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Bedburg-Hau: Hallenbad wird nicht saniert

VON MATTHIAS GRASS - zuletzt aktualisiert: 27.01.2012

Bedburg-Hau (RP). Mit großer Mehrheit lehnte der Rat der Gemeinde Bedburg-Hau am Donnerstag Abend mit Stimmen von CDU und FDP eine weitere Kreditaufnahme von 1,5 Mio. Euro für das BedburgerNass ab. Unsichere Forensik-Gelder im Haushalt.

Bedburg-Hauer Bürger demonstrierten für den Erhalt des BedburgerNass und diskutierten mit Bürgermeister Peter Driessen (rechts). Foto: Klaus Stade

Es wird keine Kreditaufnahme für das Hallenbad in Schneppenbaum geben. Mit 17 zu 10 Stimmen beschloss der Rat der Gemeinde am Donnerstag Abend die Anträge der Fraktionen von CDU und FDP, die im Haushalt stehenden 1,5 Millionen Euro für die Sanierung des Hallenbades aus dem Haushaltsentwurf herauszunehmen.

Deutlich über 100 Bürger waren zuvor mit Transparenten und Schildern zum Rathaus gekommen, um hier für den Erhalt des Bades zu demonstrieren. Auch in der Fragestunde des Rates richteten die Bürger in den Fragen klare Appelle zum Erhalt des Bades: was wird aus den DLRG-Gruppen, was aus dem Kinder-, was aus dem Schulschwimmen? Bürgermeister Peter Driessen hatte keine Antwort parat. In Bedburg-Hau muss man auf den baldigen Bau des Klever "Super-Bades" hoffen, wenn nicht noch ein Investor auftauchen sollte.

Info

Golfer dürfen bauen

Bedburg-Haus Bauamtschef Dieter Henseler teilte gestern in der Ratssitzung auf Anfrage mit, dass er innerhalb der nächsten zwei Wochen mit der Baugenehmigung für das Golfresort in Moyland rechne. Die Bezirksregierung habe die Herausnahme der betroffenen Bereiche genehmigt.

Auch der Sendemast für besseren Handy-Empfang um Moyland soll bald stehen, so Henseler.

 

Zuvor hatte CDU-Fraktionschefin Silke Gorißen in ihrer Haushaltsrede die Für und Wider um das Hallenbad unaufgeregt gegenübergestellt. Auch erinnerte sie sich an ihre Rede im Dezember 2010, als sie für den Erhalt des Bades sprach. Doch dann sei, so Gorißen, der Schock gekommen. Die rot-grüne Landesregierung änderte die Schlüsselzuweisungen und der Gemeinde fehlten zwei Millionen Euro. "Wir mussten genau prüfen, ob wir uns das Bad angesichts wegbrechender Mittel leisten können". Ihr Fazit: "Die Sanierung des Bades ist finanziell nicht mehr zu verantworten". Dennoch löste sie für die CDU den Fraktionszwang, so dass die Bad-Befürworter in ihrer Fraktion fürs Bad stimmen konnten.

SPD-Fraktionschef Wilhelm van Beek sah angesichts des aus seiner Sicht ausgeglichenen Haushaltes durchaus die Möglichkeit, für weitere 25 Jahre einen Kredit aufzunehmen, was eine zusätzliche Belastung von 40 000 Euro/Jahr bedeute. Er wies auf 80 000 Besucher, die jährlich hier schwimmen und darauf, dass 40 Prozent der Kinder nicht schwimmen können und Ertrinken eine der häufigsten Todesursachen seien. Da dürfe man ein Bad nicht schließen, das auch ein wichtiger Standortfaktor sei.

Für Michael Hendricks, Fraktionschef der FDP, ist der Erhalt des Bades wünschenswert, man könne ihn sich aber nicht leisten. Denn in Wahrheit sei der Haushalt defizitär: "Es tauchen Forensikzuweisungen des Landes über 750 000 Euro auf, ohne mit der Landesregierung eine unterschriftsreife Vereinbarung getroffen zu haben". Auch Gorißen hatte die Forensik-Gelder zuvor angemahnt und als "Luftbuchung" bezeichnet, die man aus dem Haushalt herausnehmen müsse.

Diese Anträge von FDP und CDU gingen mit Mehrheit durch, so dass der Haushalt von Bürgermeister Peter Driessen arg gerupft war, bevor er mit Stimmen von FDP und CDU verabschiedet wurde. Driessen hatte zuvor erklärt, er halte den Erhalt des Bades nicht nur für wünschenswert, sondern auch für wirtschaftlich vertretbar. Das hatte auch Winfried Krüger (Grüne) unterstrichen. Für Ratsherr Günther van Meegen geht der Tag – sollte er zum Aus für das Bad führen – als historisch in die Analen ein.

Foto
Foto: Gottfried Evers
Quelle: RP/rl

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel (1)
BedburgerTrocken, oder: Ein Tag für’n Arsch »
27.01.12 00:32 Uhr
Weiterlesen
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Spur der Verwüstung

Kreis Viersen

Spur der Verwüstung

Nach den Karnevalstagen sind drei Busse der Kraftverkehr Schwalmtal stark beschädigt. Türen ... mehr 

Schläger benutzte Siegelring

Emmerich

Schläger benutzte Siegelring

Der 16-jährige Schläger von Tulpensonntag, dessen Brutalität Emmerich schockt, ist kein unbeschriebenes Blatt. Der Jugendliche mit türkische ... mehr 

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Obama singt den Blues: 'Sweet Home Chicago'

Nachdem der US-Präsident bereits im Januar bei einer Spendengala sein Können als Soul-Interpret zeigte, sang Obama am Dienstagabend bei ... mehr 

Aus der Nachbarschaft
MEHR
Die Jubilare der Kranenburger Jugendreisen können auf eine 25-jährige Mitgliedschaft zurückblicken (v. l., vordere Reihe): Paul-Heinz Böhmer, Alfons Thielen, Walburga Janssen, Gisela Ebbers, Gerd Tenhaef; (mittlere Reihe): Manfred Janssen, Dieter Bongers, Peter Braitschink (vertreten durch den Vater); (hintere Reihe): Willi Fleskes, Bernd Ebbers, Leo Gendritzki, Sonja Braitschink (vertreten durch die Mutter), Uwe Bongers, Udo Müskens; nicht auf dem Bild: Joachim Janssen, Theo Kreusch, Anja Peerenboom, Katharina Janssen, Fritz Verfondern.

Kranenburg

Kranenburger seit 25 Jahren auf Tour

Der Verein Kranenburger Jugendreisen wurde 1987 gegründet. Auf der jüngsten Versammlung wurden das langjährige Führungsduo Manfred Janssen und Dieter Bongers zu Ehrenmitgliedern ernannt sowie zahlreiche Gründungsmitglieder geehrt. mehr

 
Mehrere Fachmänner tüftelten mit Marko Doerwald und Detlef Mai (v.l.) vom Gebäudemanagement im Heizungskeller, um den Defekt zu finden.

Kleve

"Kältefrei" im Klever Rathaus

"Katastrophal" begann für Bürgermeister Theo Brauer die Woche. Im Rathaus fiel die Heizung aus, in vielen Zimmern fiel das Thermometer auf 4 Grad. Rund 170 Mitarbeiter bekamen frei. Die Bürger standen vor verschlossenen Türen. VON Lena Steeg und Matthias Grass  mehr

 
 
 
 
 
Bilder aus Kleve
Der Rosenmontagszug in Kleve 2012
Der Rosenmontagszug in Kleve 2012
So schön war der Rosenmontagszug in Kleve mehr 
 
Der Rosenmontagszug in Kleve 2012
Der Rosenmontagszug in Kleve 2012
So schön war der Rosenmontagszug in Kleve
mehr 
Die Karnevalszüge im Nordkreis 2012
Die Karnevalszüge im Nordkreis 2012
Das waren die Karnevalszüge in Bedburg-Hau, Kranenburg und Keppeln.
mehr 
Viel Spaß beim Rathaus-Sturm in Kalkar
Viel Spaß beim Rathaus-Sturm in Kalkar
Beim Rathaus-Sturm in Kalkar hatte Bürgermeister Gerhard ..
mehr 
Die schönsten Bilder des 14. Prinzenempfangs der Rheinischen Post in Kleve
Die schönsten Bilder des 14. Prinzenempfangs der Rheinischen Post in Kleve
Die schönsten Bilder des 14. Prinzenempfangs der Rheinischen Post in ..
mehr 
Tödlicher Verkehrsunfall in Grieth
Tödlicher Verkehrsunfall in Grieth
Am Dienstag, 17. Januar, ereignete sich in ..
mehr 
Das sind die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK)
Das sind die Katholischen Kliniken im Kreis Kleve (KKiKK)
Die Krise hat die Katholischen Kliniken im ..
mehr 
Kleve: Bilder von der Bombentschärfung am 12. Januar 2012
Kleve: Bilder von der Bombentschärfung am 12. Januar 2012
Am 12. Januar 2012 wurde in Kleve eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden. De ..
mehr