| 10.55 Uhr

Mönchengladbach/Adana
Anti-Terror-Einheit stoppt Rapper

Mönchengladbach/Adana. Ohne Genehmigung und mit Waffen wollte der Gladbacher ein Video drehen.

Der Gladbacher Rapper "Summer Cem" wurde vergangene Woche bei einem Video-Dreh in der südtürkischen Stadt Adana nahe der syrischen Grenze von einer Anti-Terror-Einheit überrascht. Polizisten hatten die Crew um den Musiker, der mit bürgerlichem Namen Cem Toraman heißt, mit Waffen hantieren sehen und deshalb eingegriffen, wie jetzt bekannt wurde.

Bei dem Dreh für seinen neuen Song "Nimm mich mit" wollte der Rapper einen Überfall mit einem maskierten Täter nachstellen. Dafür brachte die Crew standesgemäß auch Waffen mit. Eine Drehgenehmigung hatte der 32-Jährige zuvor jedoch nicht eingeholt. Als Zivilpolizisten die Szenen nahe der syrischen Grenze beobachteten und nicht erkannten, dass es sich um einen Video-Dreh handelt, alarmierten sie die Anti-Terror-Einheit, die mit einem gepanzerten Fahrzeug und 25 schwer bewaffneten Männern anrückte. Doch bevor die Situation eskalierte, konnte "Summer Cem" erklären, dass die Szenen nur gestellt waren. "Erst im Nachhinein war uns die Gefahr bewusst, weil die Polizisten angesichts der aktuellen Lage und der Nähe zu Syrien auch hätten anders reagieren können", sagte der Gladbacher Rapper. Den Drehort habe er gewählt, weil das Grab seiner vor zwei Monaten verstorbenen Oma nur 50 Kilometer entfernt liegt und "ich mich unbedingt von ihr verabschieden wollte".

Unter Aufsicht der Anti-Terror-Einheit durfte die Crew ihr Video am Ende sogar noch fertig drehen.

(met)
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