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Wesel
Bombenalarm an Weseler Schule

Wesel. Auch gegen eine Flüchtlingsunterkunft in Lohmar gab es eine anonyme Drohung.

Ein anonymer Anrufer hat gestern Morgen mit einer Bombendrohung Verunsicherung am Berufskolleg Wesel ausgelöst. Die mit 3350 Schülern größte Schule im Kreis Wesel musste evakuiert werden. Zu dem Zeitpunkt befanden sich etwa 2000 Schüler und 165 Lehrer in dem Komplex. Laut Schulleiter Christian Drummer-Lempert gelang es nach Absprache mit der Polizei, die Gebäude per Probealarm binnen vier Minuten ohne Panik zu räumen. Das geordnete Verhalten war mehrfach eingeübt worden, wie Schüler gegenüber unserer Redaktion bestätigten. Etwa 20 Schüler nahmen Betreuungs- und Beratungsangebote durch Schulpfarrer und Schulsozialarbeiter an. Am Kolleg wurde der Unterricht wieder aufgenommen, doch stand es den Schülern frei, nach Hause zu gehen.

Schulleitung und Polizei vermuten, dass ein Trittbrettfahrer sich nach den Anschlägen von Paris mit dem Anruf einen üblen Scherz erlaubt hat. Dass es sich dabei um eine Straftat handelt und nicht um einen kleinen Streich, darauf wies eine Polizeisprecherin hin: "Es gibt ein Strafverfahren. Wenn wir den Täter ermitteln, wird er zur Rechenschaft gezogen."

Eine weitere Bombendrohung betraf eine Flüchtlingsunterkunft in Lohmar-Wahlscheid. Die rund 50 Bewohner wurden in einem anderen städtischen Gebäude untergebracht. Bis zum Nachmittag waren mehrere Beamte mit Sprengstoffspürhunden in dem Gebäude unterwegs. Auch hier wurde kein Sprengstoff gefunden. Gegen den Urheber der anonymen Drohung, die am Morgen telefonisch in der Unterkunft eingegangen war, wurde Anzeige wegen Vortäuschens einer Straftat gestellt.

(fws)
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