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Polizei stoppt Zug aus Münster in Dülmen
Bombendrohung im Regionalzug nach Essen

Coesfeld. Ein 32-jähriger Mann hat in der Nacht zu Samstag mit einer Bombendrohung für die Evakuierung eines Zuges von Münster nach Essen gesorgt. Die Polizei stoppte den Zug in Dülmen. Auch anliegende Häuser mussten geräumt werden.  

Der Alarm ging um 2.28 Uhr bei der Polizei ein. Laut Zeugen habe ein Mitreisender gesagt, dass sich im Zug eine Bombe befände. Daraufhin wurde die Regionalbahn im Bahnhof Dülmen angehalten, berichtet die Polizei. Im Zug befanden sich zu diesem Zeitpunkt etwa 50 bis 70 Fahrgäste. Der Tatverdächtige wurde von der Polizei festgenommen. Der Zug musste evakuiert werden und wurde von Sprengstoffexperten durchsucht.

Dabei konnte jedoch kein Sprengsatz gefunden werden, so dass der Zug für die Weiterfahrt freigegeben wurde, sagt die Polizei. Während der Durchsuchung des Zuges mussten die umliegenden Häuser an der Eisenbahnstraße vorübergehend geräumt werden. 185 Bewohner wurden in einer Turnhalle betreut. 

Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich um einen 32-Jährigen afrikanischer Herkunft. Auf Anregung der Staatsanwaltschaft Münster wurde durch das Ordnungsamt der Stadt Dülmen die Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik angeordnet. Im Nachhinein betrachtet habe zu keiner Zeit eine ernsthafte Bedrohung für die Bevölkerung bestanden, berichtet die Polizei. 

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