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Mord an Wuppertaler Unternehmer-Ehepaar
Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Enkel und Komplizen

Fall Springmann in Wuppertal: Anklage wegen Mordes erhoben
Das Haus des getöteten Wuppertaler Ehepaares im Stadtteil Ronsdorf. (Archiv) FOTO: dpa, mg
Wuppertal. Im März wurde das wohlhabende Wuppertaler Ehepaar Springmann tot in seiner Villa gefunden. Nun wurden zwei Männer in dem Fall wegen Mordes angeklagt. Unter ihnen ist der Enkel des getöteten Paares.

Rund fünf Monate nach der Festnahme zweier dringend Tatverdächtiger wegen des Doppelmords an dem Unternehmerehepaar Enno und Christa Springmann aus Wuppertal ist gegen die Beschuldigten Anklage erhoben worden. Ein zum Zeitpunkt des Festnahme 25 Jahre alter Enkel des Ehepaars und dessen seinerzeit 44 Jahre alter Bekannter wurden beim Landgericht Wuppertal wegen Mordes angeklagt, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Die Ermittlungen in dem Fall seien damit abgeschlossen.

Der 91 Jahre alte Enno Springmann und seine 88 Jahre alte Frau Christa waren am 19. März getötet worden. Lange sorgte der Fall für Rätselraten. Aufgrund wochenlanger intensiver Ermittlungen und dem Nachweis tatrelevanter DNA- und Faserspuren gelang es schließlich, den Enkel und dessen Bekannten als mutmaßliche Täter zu ermitteln.

Verhandlung soll 2018 beginnen

Sie sollen das Ehepaar gemeinschaftlich getötet haben und wurden Ende Juni festgenommen. Wenn das Wuppertaler Landgericht das Hauptverfahren eröffnet, ist laut Ermittlern zu erwarten, dass die Hauptverhandlung in der ersten Jahreshälfte 2018 beginnt.

Laut Ermittlern sprechen dringende Gründe dafür, dass der Enkel die Tat aus Angst vor Enterbung beging. Sein Bekannter, der geschäftlich mit ihm verbunden sei, soll sich weitere finanzielle Zuwendungen vom Enkel erhofft haben.

Der Fall sorgte in Wuppertal und darüber hinaus für Entsetzen. Das Ehepaar unterstützte als Mäzene Kunst und Kultur mit Bezug zu der nordrhein-westfälischen Stadt, 1995 hatte es eine eigene Stiftung gegründet und jährlich einen Kulturpreis vergeben.

(sef/AFP)
 
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