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Erste Public Viewings in NRW abgesagt
Zum Anpfiff gibt es Dauerregen und 10 Grad

Düsseldorfer im WM-Fieber
Düsseldorf. Am Dienstag herrscht Dauerregen in NRW: In Mönchengladbach wurde das Public Viewing im Hockeypark abgesagt, auch in Bochum wird es kein Rudelgucken geben. In Düsseldorf werden 600 Regenjacken kostenlos verteilt. Die A1 in Köln musste wegen Überschwemmung gesperrt werden.

Der Regen hält sich hartnäckig am Dienstag. Die Aussichten zum Anpfiff des WM-Halbfinals Deutschland gegen Brasilien sind daher genauso düster wie der trübe Himmel: Dauerregen, ein frischer Wind und Temperaturen, die vielleicht 13 Grad erreichen werden, aufgrund der Wetterlage aber gefühlt um die 10 Grad liegen.

"Die Fans sollten sich einen Pulli unters Trikot ziehen. Es wird frisch und kalt", sagt der DWD. Ein Wolkenband nähert sich derzeit von Südwesten. Ab 20 Uhr werde es laut DWD den Großraum Düsseldorf erreichen. "Der Regen wird uns das gesamte Spiel über begleiten."

Fotos vom Gewitter bei Krefeld und Kempen FOTO: Stormchaser-Niederrhien

Unwetterwarnungen für NRW gibt es aktuell nicht. "Unwetterartige Regenmengen erwarten den Westen nicht", meldet der DWD. Eine Warnung des DWD galt am Dienstagmorgen in weiten Teilen NRWs, von Bielefeld über Wesel, Düsseldorf, Köln bis Aachen. Diese ist aufgehoben.

Unwetter: Feuerwehr räumt Bäume von Straßen FOTO: Guido Schulmann

Regenjacken in Düsseldorf

Der anhaltende Regen sorgt für matschige Untergründe, so dass das Public Viewing beim Halbfinal-Spiel der Deutschen eine mehr als nasse Angelegenheit werden könnte.

In Mönchengladbach wurde das Rudelgucken im Hockeypark bereits abgesagt. Auch in Bochum im Westpark fällt das Public Viewing in der Sparkassen-Fankurve aus. 

In Düsseldorf werden an den Kasematten 600 Regenjacken an Zaungäste beim Public Viewing verteilt. Ansonsten sind alle Stationen der Freiluft-Fußballarena der Kasematten in der Altstadt überdacht und beheizt, schreiben die Veranstalter auf ihrer Facebook-Seite.

In Goch und Kleve werden die beiden großen Veranstaltungen an der Copa Gochana und im Fanpark Kleve trotz Regen stattfinden: Das Public Viewing wird erst bei einer Sturm- oder Unwetterwarnungen abgesag, so die Veranstalter. Die gibt es aber nicht für den Kreis Kleve und zudem soll sogar der Regen zum Nachmittag hin aufhören.  

Auch in Duisburg soll das Rudelgucken bislang nicht ins Wasser fallen: Im Delta, Sittardsberger Hotel und am Toeppersee wird das Spiel übertragen. Ebenso in Moers im Enni-Sportpark.

Auch auf dem Dortmunder Friedensplatz wird das Public Viewing stattfinden, dort bieten Getränke- und Imbissstände Schutz vor dem Regen, eine große Überdachung gibt es jedoch nicht.

Die Fanmeile in Berlin am Brandenburger Tor ist am Nachmittag wegen eines heftigen Gewitters vorübergehend geschlossen worden. Der Veranstalter plante jedoch, das Gelände auf der Straße des 17. Juni wieder zu öffnen, sobald sich das Wetter besserte. Zum WM-Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Brasilien um 22.00 Uhr deutscher Zeit wurden Zehntausende Fußballanhänger erwartet.

A1-Tunnel wegen Regen gesperrt

Auch in Köln regnete es so stark, dass die Wassermassen nicht aus dem Tunnel der A1 bei Lövenich abfließen konnten. Der Tunnel musste zeitweise gesperrt werden.

Bereits in der Nacht zu Sonntag hatte es Unwetterwarnungen und heftige Gewitter gegeben. Schon am Abend war die Feuerwehr am Niederrhein im Einsatz. Umgestürzte Bäume blockierten einige Straßen. Eine Gewitterfront zwischen Krefeld und Kempen brachte bedrohliche Wolkenformationen mit sich.  

Die Unwetterzentrale hatte bereits am Montagabend weite Teil von NRW mit einer Vorwarnstufe belegt. Der DWD  informierte, dass es bis Dienstagabend Unwetter geben kann: Es kann im Laufe von sechs bis zwölf Stunden zu Niederschlagssummen von 35 Litern bis 40 Litern kommen. Örtlich sei  auch heftiger gewittriger Starkregen möglich. Die Warnung gilt in der Region unter anderem für Leverkusen, das Bergische Land und den Rhein-Kreis Neuss.

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