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Sommer in NRW
Erst Affenhitze, dann Gewitter

10 kühle Freizeittipps für die Region
10 kühle Freizeittipps für die Region FOTO: dpa, kjh sab
Düsseldorf. Schon wieder wird es heiß in NRW: Wie schon am Freitag in der Vorwoche knacken die Temperaturen vielerorts die 30-Grad-Marke. Am wärmsten wird es im Rheinland und im Ruhrgebiet. Für den Abend kündigen sich Gewitter uns Starkregen an, lokal besteht Unwettergefahr. Bis zu 60 Liter Regen können pro Quadratmeter fallen.

Heißer Wochenendstart, dieser Junitag verspricht Hitze pur: Auf dem Thermometer können es locker 28 bis 32 Grad werden, sagt Wolfgang Reiff vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Essen am Morgen. Am wärmsten werde es voraussichtlich im Rheinland und im Ruhrgebiet.

Der Himmel: Fast wolkenlos, zum Süden NRWs hin wächst die Wahrscheinlichkeit, dass Quellwolken zu sehen sind. Der Wind weht nur schwach aus Südosten.

Der große Wasserpistolen-Test

Schon für Freitagabend erwarten die Experten des Wetterdienstes aber wieder Gewitter und Regen. Skeptischer noch klingt die Prognose der Meteorologen bei wetter.net: Demnach ist schon am Nachmittag gebietsweise mit Regengüsse und Gewittern zu rechnen. Lokal sind nach Ansicht der Meteorologen auch Unwetter möglich.

Der DWD erwartet für Freitagnachmittag und Freitagabend in der Eifel, im Raum Aachen und bis in die Köln-Bonner Bucht hinein schwere Gewitter. Lokal könnten bei heftigem Starkregen um 35 Liter pro Quadratmeter fallen. Vereinzelt sei auch mit extrem heftigem Starkregen zu rechnen, bei dem sogar 60 Liter fallen könnten. Auch Hagel und stürmische Böen seien möglich. In der Nacht zum Samstag werden sich die Gewitter nach Osten hin ausbreiten.

Parallele zur Vorwoche

Hitze am Tag, gefolgt von Schauern und Gewittern, möglicherweise sogar Unwettern - auch das eine Parallele zur Vorwoche. In der Folge sinken die Temperaturen schlagartig. Nachts fällt das Thermometer auf rund 15 Grad. Am Samstag liegen die Temperaturen dann bei einem Mix aus Sonne und Wolken bei nur noch 22 bis 25 Grad.

Die Landwirte und auch Waldhüter wird es freuen. Die vergangen Tage waren zu trocken, im Wald herrscht sogar oftmals akute Waldbrandgefahr. Der ACE warnt sogar Autofahrer, in dieser Zeit auf der trockenen Wiese zu parken. Das Gras könne sich unter dem Auto schnell entzünden", sagt Philipp Heise vom ACE.

Vor allem in der Mitte Deutschlands wächst die Sorge wegen der anhaltenden Trockenheit. Ein breiter Streifen zwischen Rheinland-Pfalz und Brandenburg hat in den vergangenen Wochen kaum Regen abbekommen, während einige Orte im Süden überreichlichen Niederschlag verzeichneten. Trockenste Regionen waren nach Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Thüringen und Mittelhessen. Dürre-Rekorde gab es aber nicht.

Seit Anfang Mai seien in Erfurt, Eisenach und Bad Nauheim erst rund 13 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, sagte DWD-Klimaexperte Karsten Friedrich der Deutschen Presse-Agentur. Geisenheim im Rheingau sei mit 8,1 Liter pro Quadratmeter im Mai der trockenste Ort in Deutschland gewesen. Normal sind dort 51,4 Liter Mairegen pro Quadratmeter. In manchen bayerischen Stationen prasselten dagegen enorme Wassermassen nieder. Mittenwald verzeichnete im Mai 277,4 Liter pro Quadratmeter, das ist das Doppelte des Normalwerts.

Als Grund nennen die Meteorologen das Ausbleiben atlantischer Tiefausläufer, die normalerweise Regenwolken bringen. Der Süden habe in diesem Jahr häufig im Einflussbereich von Mittelmeertiefs gelegen. Eine Erklärung dafür gebe es nicht, sagte Friedrich. "Die Klimavariabilität hat alles im Gepäck - sowohl Trockenheit als auch Hochwasser."

(lnw)
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