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Düsseldorf
Silvesterprozess: Opfer ist sich nicht mehr sicher

Düsseldorf. Ohne sichere Identifizierung des Angeklagten begann gestern beim Düsseldorfer Amtsgericht der erste Strafprozess um sexuelle Übergriffe in der Altstadt während der Silvesternacht. Der Marokkaner soll mit 15 bis 20 Männern eine 18-Jährige umringt, sie sexuell bedrängt, im Intimbereich angefasst - und ihr kurz danach erneut ans Gesäß gefasst haben. Die Frau gab an, sie habe ihn Wochen danach im TV-Beitrag über einen "König der Diebe" gesehen, "direkt wiedererkannt" und als Sexualtäter aus der Silvesternacht angezeigt.

Vor Gericht wiederholte sie das, schränkte aber ein, sie wisse nicht, ob sie den Angeklagten von den Fernsehbildern her kenne oder aus der Tatnacht. Dessen schwangere Freundin (16) erklärte als Zeugin, sie sei an Silvester fast durchweg beim Angeklagten gewesen. Auch ein zweiter Anklagepunkt, wonach der 33-Jährige Wochen zuvor in eine Schlägerei verwickelt gewesen sein soll, blieb unklar. Keiner der Beteiligten erkannte ihn sicher wieder. Ein Urteil soll im Juni folgen.

(wuk)
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