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Dinslaken
Die Zügigkeit der Realschule wird nicht begrenzt

Dinslaken. Ein externes Büro soll für die Stadt Voerde die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes erarbeiten. Von Heinz Schild

Die Zügigkeit der Realschule im Gustav-Heinemann-Schulzentrum soll nicht begrenzt werden. Diese Empfehlung sprach gestern Abend der Dinslakener Schulausschuss aus. Das Gremium folgte zudem dem Verwaltungsvorschlag, den Schulentwicklungsplan für den Sekundarbereich fortzuschreiben und mit der Erarbeitung ein externes Dienstleistungsbüro zu beauftragen.

Ursprünglich hatte die Verwaltung sich dafür ausgesprochen, die Aufnahmekapazität der Realschule entsprechend den geltenden Festlegungen im Schulentwicklungsplan auf vier Züge zu beschränken. Sie war damit einer Anregung der Bezirksregierung Düsseldorf gefolgt. Nachdem für das Schuljahr 2015/16 nur 58 Jungen und Mädchen für die Friedrich-Althoff-Sekundarschule angemeldet worden waren, hatte diese Schule drei Eingangsklassen gebildet, obwohl die Schülerzahlen dafür nicht ausreichten. Die Bezirksregierung hatte dies als einmaligen Ausnahmefall zugelassen, die Stadt angeschrieben und schulorganisatorische Maßnahmen gefordert, um die Sekundarschule zu stützen und künftig zu verhindern, dass dort die vorgeschriebene Stärke von mindestens 20 Schülern je Klasse nochmals unterschritten wird. Zudem hatte die Schulaufsicht angeregt, dass die Realschule Hiesfeld künftig keine Überhangklassen mehr bilden darf. Diese Anregung hatte die Verwaltung aufgegriffen und sich für die Begrenzung der Zügigkeit ausgesprochen und damit eine Diskussion und viel Widerspruch ausgelöst.

Daraufhin überarbeitete die Verwaltung ihre Ursprungsempfehlung, verzichtete auf die Kapazitätsbegrenzung der Realschule und empfahl die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes. Dieser Anregung folgte nun der Ausschuss. Helmut Weinreich (SPD) ließ keinen Zweifel daran, dass die Festlegung von Zügigkeiten sowie der Elternwille ihre Berechtigung hätten, aber der Elternwille nicht immer durchgesetzt werden könnte, es Abweisungen von Schülern geben werde. Das sah auch Michael van Meerbeck (CDU) so. Es sei manchmal eben schwierig, das Machbare mit dem Elternwillen überein zu bekommen. So wird es weiterhin möglich sein, dass Eltern von der Wunschschule, an der sie ihr Kind angemeldet haben, eine Absage bekommen.

Quelle: RP
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