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Dinslaken/Efteling
Drachen jagen und Prinzessinnen retten

Dinslaken/Efteling: Drachen jagen und Prinzessinnen retten
Pardoes, so nennt sich das Maskottchen von Efteling, begrüßt die Gäste. FOTO: Gargitter
Dinslaken/Efteling. Erste Reise der Dinslakener Kinderferientage führte in den niederländischen Freizeitpark De Efteling. Von Birgit Gargitter

Krokodile lassen sich gemächlich im Fluss treiben, eine Riesenschlange windet sich um eine Palme, es scheint, als wolle sie die Bootsinsassen umschlingen, doch sie scheint satt zu sein - das kleine Boot mit Indiana Jones und seinen kleinen Gefährten umschippert jedes Hindernis. Frank Schumann vom Jugendamt der Stadt Dinslaken und Co-Betreuerin Melanie sind unterwegs auf den Spuren einer "Fata Morgana" im niederländischen Freizeitpark Efteling. Und mit ihnen 22 Kinder im Alter von neun bis zwölf Jahren, die übrigen 23 Kids über zwölf erforschen unterdessen den Park auf eigene Faust.

Die Geschichten aus 1001 Nacht erwarten die Besucher aus Dinslaken in der Unterwelt der Fata Morgana: Luxuspaläste neben Kerkern, Haremsdamen und Zauberer und mittendrin die kleinen Abenteurer, die keine Gefahr scheuen. Angst - nein, die kennen Maddox, Leon, Dora, Lea, Anna-Lena, Jana, Aaron und all die anderen nicht, obwohl so manch scheuer Blick doch zur Decke der schaurigen Höhle geht. Wartet da vielleicht doch Ungemach?

Vorsicht vor dem feuerspeienden Drachen auf der Holzachterbahn. FOTO: Gargitter

War die Fahrt durch die Unterwelt ja noch gemächlich, erwarten Stromschnellen und Wasserfälle die Gefährten auf dem "Piranha", dem reißenden Fluss durch die südamerikanische Wildnis. Ohne Schutz, in Rundbooten sitzen sie, umklammern die Haltegriffe und stürzen schließlich dem Tempel entgegen. "Echt cool, ich bin total nass geworden" - einige der wagemutigen Kids hat es erwischt, denn das Nasswerden ist bei diesem Abenteuer eigentlich in der Fahrt inbegriffen. Doch kein Problem - entgegen des Wetterberichts knallt die Sonne mit wahrer Wucht und Wonne auf die Abenteurer nieder, während die schon zur nächsten Attraktion schlendern.

Leider ist der Park von Besuchern fast überlaufen, die Wartezeiten an den einzelnen Attraktionen sind dementsprechend lang. Rund eine Stunde Wartezeit sind einzukalkulieren, nicht jede Attraktion kann daher wirklich genutzt werden. Und so entscheidet die Mehrheit der Kids in der Regel, in welche Abenteuer sie sich als nächstes stürzen. Welch eine Frage - die Drachenjagd ist angesagt. Wie einst der Heilige Georg wollen auch sie den Drachen besiegen und die Königstochter retten. Auf geht's auf das hölzerne Ungetüm, der Doppel-Wettrenn-Achterbahn, bei der sie in zwei Streitwagen miteinander um die schnellste Fahrt wetteifern. 810 Meter lang, 25 Meter hoch ist die Holzachterbahn, mit Tempo 75 jagen die Abenteurer über die Schienen, vorbei am feuerspeienden Drachen, den sie nicht einmal bemerkt haben. Nur die am Ufer sahen ihn vorbeischleichen.

Betreuerin Melanie ist mitten im Geschehen und wieder vollkommen in der Kifeta-Welt gefangen. Als Kind war sie einst selbst mitgefahren, jetzt ist sie nach 21 Jahren wieder dabei. "Ein völlig neues Gefühl", sagt sie, schnappt sich die Kids und ab geht's auf die Python. Spaß haben sie alle, ob sie nun auf den Achterbahnen in die Höhe und Tiefe jagen, es gemächlicher auf der Schiffsschaukel angehen lassen oder lieber nur Fangen spielen.

Melanie und ein Teil der abenteuerlustigen Kifeta-Kinder stellen sich dem Piranha, dem reißenden Strom. FOTO: Gargitter

Den Park verlassen hat dieses Mal niemand - das höchste Verbot bei den Fahrten in die Freizeit- und Tierparks. Wohl aber 45 Minuten zu spät kamen einige zum Treffpunkt. Sie hätten in der Schlange an der Bobbahn gestanden und nicht zurück gekonnt, so die Ausrede.

FOTO: Gargitter
Quelle: RP
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