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Dinslaken
Neuanfang für die Ditib-Moschee

Dinslaken: Neuanfang für die Ditib-Moschee
Der neue Vorstand: Azize Odabas, Nuran Üzüm, Filiz Saylam, stellv. Vors. Nesrin Aydin, Saziye Sem, Religionsbeauftragter Ahmed Sem, Vorsitzender Özkan Yildiz, Onar Aktas, Erol Tonk, Ali Cankul und Gürbüz Topkaya . FOTO: Heiko Kempken
Dinslaken. Der neue Vorstand ist im Amt. Mit Nesrin Aydin sitzt erstmalig auch eine Frau in dem Gremium.

Mit einem neuen Vorstand startet die Ditib-Moschee in Dinslaken ins kommende Jahr. Wie berichtet, war der alte Vorstand zurückgetreten, nachdem ein Vorstandsmitglied mit einem Jugendlichen auf einem Foto mit dem Dschihadisten-Gruß zu sehen war. Er habe sich nichts dabei gedacht, so die Erklärung des Mannes, der sofort die Konsequenzen zog. Doch nicht nur er, der gesamte Vorstand war zurückgetreten, um einem Neuanfang nicht im Wege zu stehen.

Seit November vertreten nun Gürbüz Topkaya, Ali Cankul, Ömer Aktas (Kassierer), Filiz Saglan (Frauen), Ruffet Yildirim (Jugend), Adem Doysak und Erol Tonk (Elternrat) die Gemeinde. Als Vorstand mit dabei ist auch der "alte" Vorsitzende Özcan Yildiz, den die Gemeinde und auch Mitglieder des christlich-islamischen Dialoges bekniet hatten, noch einmal zu kandidieren. Erstmals in den allgemeinen Vorstand wurde mit Nesrin Aydin eine Frau als stv. Vorsitzende gewählt. Eine Satzungsänderung aus dem Jahr 2012 machte dies möglich. "Wir wollen uns in Zukunft noch mehr öffnen", so Özcan Yildiz, "und zwar über die Stadtteilgrenzen hinaus. Mit vielen Institutionen wie den katholischen und evangelischen Kirchen sind wir durch den christlich-islamischen Dialog gut vernetzt, aber auch zu weiteren Organisationen und Vereinen wie auch mit der Stadt Dinslaken haben wir einen guten Kontakt."

"Und gelernt haben wir auch", erklärt der Vorsitzende schmunzelnd. "Nach der Wahl haben wir uns erst einmal Zeit genommen und sind in Klausur gegangen, so wie es die Parteien und die Kirchengemeinden machen." Eine gute Einrichtung, um Ideen für die bevorstehenden zwei Jahre Gemeindearbeit fließen zu lassen, findet er. Vor allem die Bildung stehe im Vordergrund, sind sich Erol Tonk und Nesrin Aydin einig. "Wir müssen die nächste Generation so gut wie möglich unterstützen", findet Aydin. Ein ständiger Dialog, eine Aufklärungsarbeit mit den Jugendlichen sei wichtig, um sie aufzufangen, bevor sie anfällig werden für radikale Gedanken.

(big)
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