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Unsere Woche
Offene und transparente Zukunftsdiskussion notwendig

Dinslaken. Nachdem die CDU jetzt beantragt hat, das Trabrennbahngelände für Wohnbauzwecke zu entwickeln, werden die Emotionen wieder hochkochen.

Drei Jahre ist es inzwischen her, da regte Dinslakens Baudezernent Dr. Thomas Palotz an, darüber nachzudenken, ob man das städtische Gelände der Trabrennbahn für Wohnbebauung nutzen sollte. Das Architekturbüro Neuhaus & Bassfeld beschäftigte sich mit einer Zukunftsvision für das Areal am Bärenkamp und erhielt von der Kommunalpolitik eine Abfuhr. Solche Gedankenspiele galten damals in weiten politischen Kreisen noch als verboten. Doch damit war das Thema auf dem Tisch und immer mal wieder präsent und sorgte für Gesprächsstoff und erhitzte Gemüter. Gestern hat nun die CDU-Fraktion den Antrag gestellt, das Gelände der Trabrennbahn für Wohnbebauung zu entwickeln. Bereits im vergangenen Jahr hatten die Christdemokraten dies Thema angestoßen und dafür plädiert, dass die Stadt sich auf die Zeit nach einen aktiven Trabrennsport in Dinslaken vorbereitet. In ihrem jetzigen Antrag spricht sich die CDU dafür aus, dass von der Verwaltung geprüft werden soll, unter welchen Bedingungen das Pachtverhältnis mit dem Trabrennverein gelöst werden kann. Die Zeit ist inzwischen offenbar reif für einen solchen Vorschlag, doch wird er sicherlich bei denjenigen, für die die Trabrennbahn unter Denkmalschutz steht, auch diesmal wieder einen Sturm der Entrüstung auslösen. Doch die Diskussion um die Zukunft der Trabrennbahn muss geführt werden. Dass dabei auch Emotionen mitschwingen, ist nur allzu verständlich. Denn die Trabrennbahn, auch wenn sie ihre besten Zeiten hinter sich hat, ist eine Institution in Dinslaken, die viel dazu beigetragen hat, dass der Name dieser Stadt weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt wurde. Es gilt also, das Für und Wider genau abzuwägen - dies in aller Offenheit und Transparenz. Klar ist, dass Dinslaken, sollte eine Entscheidung gegen den Trabrennsport in dieser Stadt fallen, damit eine Tradition aufgibt. Was sie dafür bekommt, muss den Verlust aufwiegen. Da will Vieles bedacht sein. Wir stehen am Anfang dieses Entscheidungsprozesses, der seine Zeit braucht und bei dem nichts überstürzt werden darf.

2009 wurde die Christdemokratin Sabine Weiss erstmals als Direktkandidatin für den Kreis Wesel in den Deutschen Bundestag gewählt. Diesen Erfolg konnte sie 2013 wiederholen. Und nun schickt die frühere Bürgermeisterin der Stadt Dinslaken sich an, dafür zu kämpfen, dass sie 2017 für eine dritte Wahlperiode von den Bürgern gewählt wird. Die CDU-Wahlkreisvertreterversammlung konnte sie jedenfalls überzeugen, diese nominierte Sabine Weiss als Kandidatin für den Bundestagswahlkreis 113 Wesel I, zu dem Voerde und Hünxe gehören. Die Christdemokratin ist fest entschlossen, weiterhin in der Bundeshauptstadt Berlin Politik für die Menschen im Kreis Wesel zu machen und will die Wählerinnen und Wähler davon überzeugen, dass sie die Richtige dafür ist.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

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Quelle: RP
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