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Voerde
Rat macht sich für den Erhalt der Polizeiwache stark

Voerde. Resolution gegen die nächtliche Schließung und für mehr Polizeipräsenz in der Stadt Voerde verabschiedet. Von Heinz Schild

Die vom Landrat ins Gespräch gebrachte mögliche nächtliche Schließung der Polizeiwache Voerde sorgt auch weiterhin für erhitzte Gemüter. Der Stadtrat verabschiedete in seiner letzten Sitzung eine von CDU, WGV, Die Linke sowie den beiden Ratsherren Hans-Peter Bergmann und Bernhard Benninghoff eingebrachte Resolution, in welcher der Erhalt der Wache, ihre durchgängige Besetzung an sieben Tagen in der Woche und mehr Polizeipräsenz in Voerde gefordert wird. Einzig die Grünen sprachen sich gegen die Resolution aus.

Stefan Meiners, Fraktionschef der Grünen, sagte, dass die Grünen sich mit ihrem Nein nicht gegen die Polizeiwache und auch nicht gegen mehr Polizeipräsenz in Voerde aussprechen würden. Vielmehr gebe es neue Fakten zur Nachtbesetzung, die "deutlich differenzierter" betrachtet werden müssten. Die Pläne des Landrats wertete Bernd Altmeppen (CDU) "als Schlag ins Gesicht aller Voerder, die Opfer von Kriminalität und Gewalt" geworden seien. Die Stadt dürfe die Pläne nicht einfach hinnehmen. Christian Garden von der WGV hatte den Eindruck, dass der Beamte, der gegenwärtig nachts noch in der Voerder Wache seinen Dienst tut, künftig in der Leitstelle der Kreispolizei in Wesel sitzen soll, weil dort personeller Engpass herrscht.

Die SPD-Fraktion hat sich Gedanken über die Zukunft Voerdes gemacht und sich dabei auch mit der Bädersituation befasst. Sie stellte deshalb den Antrag, das vorhandene Bäderkonzept zu überarbeiten und das Freibadareal als Standort für ein neues Kombibad vorzusehen. Als Betreiber der neuen Anlage können sich die Sozialdemokraten private Investoren oder kommunale Gesellschaften vorstellen. "Voerde braucht ein vernünftiges Bad, das wirtschaftlich betrieben werden kann", erklärte Bastian Lemm (SPD). Mit ihrem Antrag lösten die Sozialdemokraten im Rat heftige Meinungsbeiträge aus. Joachim Kinder (Die Linke) sprach von einer "schönen Idee", die nicht neu sei. Georg Schneider (CDU) erinnerte daran, dass bislang kein Investor für ein Kombibad gefunden werden konnte. Doch sollte sich nun einer melden, werde die CDU das Projekt unterstützen. Die Bäder-Thematik wird die Kommunalpolitiker auch weiterhin beschäftigen.

Quelle: RP
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